Die Bahnhofbereiche in Güsten, Förderstedt und Hecklingen geben immer wieder Anlass zur Kritik. Die Staßfurter Volksstimme berichtete über Vandalismus (Güsten) und fehlendes Licht (Hecklingen). Auch in Förderstedt vermisst eine Anliegerin der Straße Am Bahnhof seit November vergangenen Jahres eine funktionierende Straßenbeleuchtung.

Güsten/Förderstedt/Hecklingen. Es soll sich was tun in diesem Jahr, zumindest in Güsten und Förderstedt, wie jetzt auf Nachfrage von der Deutschen Bahn und der Stadt Staßfurt zu erfahren war.

Für den Bahnhof Güsten plant das Unternehmen Investitionen in Höhe von einer Million Euro ein, um die Zugangsmöglichkeiten zu den Bahnsteigen 1, 2 und 3 stufenfrei zu ermöglichen. "Die Personenunterführung wird in diesem Zusammenhang zwischen den Bahnsteigzugängen saniert und der Zugang zur Empfangshalle im Personentunnel bautechnisch verschlossen", teilte die zuständige Presseabteilung der Bahn in Leipzig mit. "Der Baubeginn der Gesamtmaßnahme ist noch im Jahr 2011 geplant." Dazu gehören die stufenfreie Erschließung der Bahnsteige durch eine so genannte Reisendensicherungsanlage, die Sanierung des Personentunnels einschließlich der Treppenanlagen, die Sanierung/Neubau der Treppeneinhausungen sowie die Instandsetzung/Erneuerung des Belages der Bahnsteige 1, 2 und 3.

Auf die Frage, ob die Bahn noch Einfluss auf den Zustand des Güstener Bahnhofsgebäudes hat, da es sich ja auch in unmittelbarer Nähe der Gleise befindet und dem äußeren Bild des Bahnhofs nicht gerade gut tut, erklärte die Presseabteilung: "Das Empfangsgebäude Güsten wurde zum 1. Januar 2008 an die Main Asset Management, Niederlassung Leipzig, verkauft." Damit obliege ein Einfluss auf die Gestaltung des Empfangsgebäudes ausschließlich dem neuen Besitzer.

Zur Situation in der Straße Am Bahnhof in Förderstedt war zu erfahren, dass diese Zufahrtsstraße samt Gehweg über eine Vermögenszuordnung vor etwa fünf Jahren schon an die Gemeinde übertragen worden sei. Unterdessen erklärte der zuständige Fachbereichsleiter der Stadt Staßfurt, Wolfgang Kaufmann, dass die Stadt und die Bahn für dieses Jahr ein Gemeinschaftsvorhaben für besagten Bereich geplant haben. Abhängig sei die Umsetzung nicht zuletzt von der Zustimmung des Stadtrats zum Haushaltsplan-Entwurf 2011.

Eine Verantwortung für die Beleuchtung des Bahnhofs in Hecklingen lehnt die Bahn wie im Fall Förderstedt ab: "Die Verkehrsstation wird nicht mehr aktiv betrieben." Für weitere Absprachen könne sich die Stadt Hecklingen aber gern an die DB Services Immobiliengesellschaft mbH, Niederlassung Leipzig wenden.