Der Verbandsgemeinderat hat auf seiner Sitzung am Mittwochabend die Stundung der Verbandsgemeindeumlage für die Gemeinden Börde-Hakel, Bördeaue, Wolmirsleben und Borne beschlossen. Egeln soll auf der nächsten Sitzung folgen.

Egeln. Die Kassen der Gemeinden sind leer. Deshalb hatte der Verbandsgemeinderat auf seiner Sitzung die Stundung der Verbandsgemeindeumlage für vier Mitgliedsgemeinden auf der Tagesordnung. Die Stundung für die Stadt Egeln soll auf der nächsten Sitzung erfolgen.

Die Stundungssumme für die Gemeinde Bördeaue beträgt rund eine Million Euro. Dabei handelt es sich um den Restbetrag der Rate Dezember 2010 und die Umlage für den Zeitraum Januar bis Dezember 2011. Zur Überbrückung von Zahlungsschwierigkeiten bewilligte das Innenministerium des Landes Sachsen-Anhalt der Gemeinde Bördeaue mit Bescheid vom 10. Februar eine Liquiditätshilfe in Höhe von 793 500 Euro. "Wenn das Geld da ist, wird damit schon ein Teil der Umlage bezahlt", erklärte Peter Fries, Bürgermeister der Gemeinde Bördeaue und Vorsitzender des Verbandsgemeinderates. Die Stundung der vollen Summe musste aber zunächst trotzdem beschlossen werden.

Für die Gemeinde Börde-Hakel wurde der Beschluss gefasst, die Umlage an die Verbandsgemeinde für den Zeitraum November bis Dezember 2010 in Höhe von rund 449 000 Euro sowie für die Monate Januar bis Dezember 2011 in Höhe von rund 1,5 Millionen zu stunden. Für Borne betrifft es die Umlage November und Dezember 2010 in Höhe von 157 000 Euro und Januar bis Dezember 2011 in Höhe von rund 580 000 Euro. Außerdem stundet die Verbandsgemeinde die Umlage der Gemeinde Wolmirsleben für den Zeitraum Januar bis Dezember 2011 in Höhe von rund 667 000 Euro.