#NULL#Die Stadt Hecklingen will ihre Abgeordneten künftig enger in Bauvorhaben einbeziehen. Darüber war sich der Haupt- und Finanzausschuss Dienstagabend einig. Die Mitglieder hatten kritisiert, dass Baumaßnahmen für die Stadt am Ende nicht selten teurer ausgefallen waren als geplant und fühlten sich darüber unzureichend informiert.

Von Nora Menzel

Hecklingen. Mitglieder der zuständigen Ausschüsse sollen in Hecklingen künftig mit Informationen in die Bauplanungsphase laufender Maßnahmen enger einbezogen werden. Das hat Hecklingens Bürgermeister Hans-Rüdiger Kosche (CDU) vor dem Haupt- und Finanzausschuss Dienstabend angekündigt. In der Beratung zuvor hatte er von den Mitgliedern Kritik einstecken müssen. Dabei ging es um den grundhaften Ausbau der Hermann-Danz-Straße in Hecklingen. Die Maßnahme hatte die Stadt am Ende 49 700 Euro mehr gekostet als geplant. Dabei hatte sich schon beim Durchführen 2010 abgezeichnet, dass zusätzliche Kosten nicht auszuschließen sind.

Auf ihrer vorletzten Beratung vor knapp vier Wochen wurde dem Finanzausschuss erstmals mitgeteilt, dass die Baumaßnahme teurer ausfällt. Eine Zustimmung zur Finanzierung gab es damals nicht, vielmehr wurde die Beschlussfassung vertagt und der Bauausschuss sowie die zuständigen Planer wurden zu Rate gezogen.

Der Hauptausschuss zeigte sich am Dienstag mit der Begründung für die Mehraufwendungen dann doch mehrheitlich einverstanden. Ein Antrag der Wählergemeinschaft Hecklingen, den Tagesordnungspunkt erneut abzusetzen, wurde abgelehnt.

Kosche: "Stadt ist vor Mehrkosten nicht gefeit"

Dafür gab es das Versprechen der Stadt, künftig intensiver mit den Abgeordneten zusammenzuarbeiten. "Wir haben im Ausschuss Kritik annehmen müssen", sprach sich der Bürgermeister dafür aus, die Mitglieder der Ausschüsse ab sofort enger in die Planungsphase der Bauvorhaben laufend einzubeziehen. Kosche nannte die anstehende Sanierung der Turnhalle, den grundhaften Ausbau der Burgtalstraße in Hecklingen und die Sanierung der Böklinger Straße in Cochstedt als Beispiele. "Wir müssen aus unseren Fehlern lernen", sagte er weiter, auch wenn die Stadt vor künftigen Mehrzahlungen nicht gefeit sei.

Der Vorsitzende des Bau- und Ordnungsausschusses Dietmar Förster (FDP) stellte fest, dass die Mehrkosten im Fall der Hermann-Danz-Straße jetzt unumgänglich sind. "Fakt ist, die Rechnung muss bezahlt werden", sagte Förster. Er sprach sich ebenfalls dafür aus, seine Ausschussmitglieder künftig verstärkt in die Bauablaufberatungen einzubeziehen, auch um damit dazu beizutragen, Mehrkosten wie im Fall der Hermann-Danz-Straße zu vermeiden.

Stadtrat Manfred Mairose (CDU) sieht das ähnlich. "Ich bin der Meinung, uns ist ein Lapsus passiert", spielte er auf die zusätzlichen Ausgaben an, die ihm zufolge jetzt nicht mehr rückgängig zu machen sind. "Das darf uns künftig nicht mehr passieren", wünscht er sich von der Stadt frühzeitig informiert zu werden.