#NULL#Welche Telefonnummer muss im Notfall gewählt werden? Wie legt man einen Verband richtig an? Alles das erfuhren die Kinder der ersten und zweiten Klassen der Grundschule Westeregeln in einem kleinen, aber wichtigen Erste- Hilfe-Kurs. Arzt, Rettungsassistent und Schwester waren dafür extra zu den Kindern in die Bildungseinrichtung gekommen.

Westeregeln. Beim Toben auf dem Spielplatz vergessen die Kinder alles um sich herum. Durch Unachtsamkeit kann es dann schnell passieren, das jemand stürzt oder sich verletzt. Erwachsene sind dann häufig nicht in der Nähe. Dann ist es gut, dass die Kinder wissen, wie sie sich in so einem Fall verhalten müssen. Daher kamen in dieser Woche Frank Helmholz, Rettungsassistent der Johanniter Unfallhilfe in Egeln, Dr. Jörg Rössner und Schwester Konnie aus Egeln in die Grundschule Westeregeln, um den Kindern aus den ersten und zweiten Klassen die wichtigsten Dinge der Ersten Hilfe näher zu bringen.

Kinder kennen die Telefonnummer

Schnell wurde klar, dass fast jedes Kind schon einmal in so einer Situation gewesen ist, in der man die Erste Hilfe anwenden sollte. Beim Spielen hat sich der Freund am Bein verletzt, die Freundin ist mit dem Fahrrad gestürzt, der Bruder hat sich in den Finger geschnitten - jedes Kind berichtet von seinen eigenen Erfahrungen. Natürlich wissen die Kinder, dass man in so einem Fall einen Erwachsenen verständigen muss. Doch was ist, wenn gerade keiner in der Nähe ist. "Dann muss man das Krankenhaus anrufen", riefen die Grundschüler durcheinander. Und als Frank Helmholz nach der Telefonnummer des Rettungsdienstes fragte, schoss es wie aus der Pistole heraus: "112".

Ist ein Unfall passiert, sind die Kinder meist aufgeregt und schüchtern. Trotzdem, so Frank Helmholz, sei es wichtig, dass der Leitstelle am Telefon alles Wichtige mitgeteilt wird. Zusammen mit den Kindern erarbeitet er die richtigen Antworten. Wo ist der Unfall passiert? Was ist passiert? Wie viele Verletzte gibt es? Wer meldet den Unfall?

Alles das muss bei einem Anruf deutlich gemacht werden. Und damit das im Ernstfall auch richtig klappt, wurde der Anruf geübt. Während man dann also auf den eintreffenden Notarzt wartet, ist es wichtig, dass man den Verletzten zudeckt, beruhigt und tröstet. Und auch das wurde geprobt.

Interesse an der Ersten Hilfe ist groß

Nun passiert es ja nicht gerade oft, dass man gleich den Notarzt rufen muss. Kleinere Verletzungen kommen häufiger vor. Und auch da können die Kleinen die Erste Hilfe schon anwenden. Also zeigten Dr. Jörg Rössner, Schwester Konnie und Frank Helmholz wie ein Verband richtig angelegt wird, wie man das Pflaster richtig aufklebt oder den Kopf richtig verbindet. Dabei hatten die Kinder sichtlich ihren Spaß, konnten sie doch ihren Nachbarn "verarzten".

Und dann mussten die Gäste feststellen, dass das Interesse der Kinder an der Ersten Hilfe sehr groß ist. Viel zu schnell verging die Unterrichtsstunde. Die Grundschüler wollten aber viel mehr wissen. Mund-zu-Mund-Beatmung, stabile Seitenlage - die Kinder bettelten nach einer Fortsetzung. Deshalb versprach Frank Helmholz, dass er den Kindern gerne in kleineren Gruppen noch mehr über die Erste Hilfe beibringen möchte.

   

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