Die Stadtverwaltung Hecklingen setzt sich künftig verstärkt für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter am Arbeitsplatz ein. In Zusammenarbeit mit einer Krankenkasse startete jüngst ein Modellprojekt.

Von Nora Menzel

Hecklingen. "Stadt Hecklingen - Natürlich Gesund" - Unter diesem Motto sollen den rund 60 Mitarbeitern im Rathaus in den nächsten zwei Jahren vielfältige Initiativen angeboten werden, um mehr zum Thema Gesundheit zu erfahren und sich aktiv für ihr persönliches Wohlbefinden zu engagieren", teilt die Stadtverwaltung in einer Pressemeldung mit. Weiterhin seien zielgerichtete Gesundheitsprogramme am Arbeitsplatz dazu geplant, die Gesundheit der Beschäftigten intensiv zu fördern.

Expertengespräche mit Arbeitsmedizinern und Sicherheitsfachkräften sowie eine anonyme Mitarbeiterbefragung sollen die Grundlage der Gesundheitsangebote darstellen. Dabei werde allen Beschäftigten der Verwaltungsgemeinde ein Fragebogen zugestellt, der die "Schwachstellen" am Arbeitsplatz herausfinden soll. Danach sollen zielgerichtet Programme zur Gesundheitsförderung angeboten werden. Dies beinhalte sowohl die Gestaltung der Arbeitsplätze als auch Angebote für ein gesundheitsorientiertes Verhalten am und außerhalb des Arbeitsplatzes. Ansatzpunkte für konkrete Maßnahmen gebe es schon. Neben der Prüfung und Optimierung von Bildschirmarbeitsplätzen seien auch Seminare zu thematischen "Dauerbrennern wie Ernährung, Stressbewältigung oder Zeitmanagement angedacht. Alle Maßnahmen sollen letztendlich das Wissen um die eigene Gesundheit mehren und dazu einladen, für das persönliche Wohlbefinden selbst aktiv zu werden", heißt es in der Meldung weiter.

Das Modellprojekt zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz ist eine Gemeinschaftsaktion von Stadt und IKK gesund plus.

Dass solche Programme nachhaltigen Erfolg im Hinblick auf die Verringerung des Krankenstandes haben, kann Dr. Olaf Haase, Referent Gesundheitsmanagement der IKK, an zahlreichen Beispielen in Sachsen-Anhalt belegen. In vielen Betrieben des Landes seien ähnliche Projekte unter dem Qualitätssiegel ,,IKKimpuls" durchgeführt worden. Hintergrund der Aktivitäten sei die Tatsache, dass die Arbeitsunfähigkeitstage mit ursächlich arbeitsbedingten Belastungen der IKK zufolge erheblich zugenommen haben. Das betreffe besonders Muskel- und Skeletterkrankungen, bei denen wiederum Rückenprobleme eine zentrale Rolle spielen.