Mit einem Festakt ist das neue Bürgerhaus in Hohenerxleben am späten Mittwochnachmittag seiner Bestimmung übergeben worden. An der Feierstunde nahm auch Sachsen-Anhalts Landwirtschafts- und Umweltminister Hermann-Onko Aeikens teil.

Hohenerxleben. Der Minister gratulierte den Hohenerx- lebern zu ihrem Neubau. "Das Bürgerhaus passt hervorragend in das Ortsbild. Es ist sehr gelungen", sagte er.

Die Investitionssumme von insgesamt 450 000 Euro, an der sich das Land mit einer Fördersumme von 250 000 Euro beteiligt hatte, bezeichnete Aeikens als sinnvolle Ausgabe für ein Dorf mit einem derartigen Gemeinschaftsleben. "Das ist gut angelegtes Geld für die Zukunft von Hohenerxleben", so der CDU-Politiker.

Bislang seien rund eine Million Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm in den kleinen Ort geflossen. "Das sieht man auch am Ortsbild", lobte der Minister und fügte hinzu: "Was sich hier in Hohenerxleben tut, sehen wir als vorbildhaft für die Stärkung des Gemeinschaftslebens in Sachsen-Anhalt an." Davon könnten auch andere Kommunen im Land lernen. Ein intaktes Dorfleben sei besonders wichtig, um die Jugend im Ort zu halten, meinte der Minister. Staßfurts Oberbürgermeister René Zok (parteilos) meinte, die mit dem Bau verbundenen Mühen hätten sich gelohnt. Nach einer zehnmonatigen Bauzeit, in der dort 17 heimische Firmen tätig gewesen seien, sei ein Schmuckstück in Hohenerxleben entstanden. Dessen Einweihung sei auch für ihn ein ganz besonderer Höhepunkt. "Darauf können wir alle stolz sein", sagte Zok und dankte allen, die zum Gelingen des Vorhabens beigetragen haben, insbesondere aber dem Stadtrat, der trotz knapper Kassen das Geld dafür bereitgestellt hatte.

Wie gut es sich im neuen Haus für Alt und Jung feiern lasse, hätten die Hohenerxleber bei insgesamt vier Karnevalveranstaltungen bereits testen können, sagte Zok. "Humor und Geselligkeit sind also schon in das Haus eingezogen." Es habe sich gezeigt, dass das Leben in diesem Ortsteil intakt sei und dass die Bürger bereit seien, sich für ihren Ort zu engagieren.

"Der heutige 16. März ist für unser Dorf ein historischer Tag", sagte Ortsbürgermeister Sven Wagner voller Freude. Auf die vielen freiwilligen Helfer, die bei der Einrichtung des Objektes mit angepackt oder dafür gespendet hatten, sei er ganz besonders stolz. Zugleich dankte der Kommunalpolitiker der Gesellschaft für territoriale Sanierung und Innovation (GSI) für die Unterstützung bei der Gestaltung der Außenanlage.. Ursprünglich sei eigentlich geplant gewesen, das alte Bürgerhaus, eine Baracke in der Nähe des Schlosses, um- und auszubauen.

Das, was die Architekten Christian Boos und seine Kollegin Katja Tomischka entworfen und die Firmen ausgeführt haben, kann sich wirklich sehen lassen. Kernpunkt des einstöckigen Gebäudekomplexes ist der große Saal, der insgesamt 100 Besuchern Platz bietet und bei kleineren Veranstaltungen geteilt werden kann. Darüber hinaus verfügt das Objekt über eine Küche, einen Schießstand sowie einen Raum für den Schützenverein, über einen Jugendklub und Sanitärräume.

Wagner lädt alle Bürger des Dorfes ein, sich morgen in der Zeit von 14 bis 17 Uhr beim Tag der offenen Tür selbst ein Bild von dem Neubau zu machen.

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