Sogar Landesmeister stehen in den Reihen des 846 Mitglieder starken Gesundheits-, Rehabilitations- und Behindertensportvereins. Doch bei allen Erfolgen ist die Sorge um die ärztliche Begleitung der Herzsportgruppe groß.

Staßfurt. In seinem Rechenschaftsbericht zur Jahreshauptversammlung konnte Vereinsvorsitzender Thomas Wagner wiederum eine positive Bilanz über das abgelaufene Geschäftsjahr ziehen. "Unsere gegenwärtig 846 Mitglieder sind in 66 Übungsgruppen sportlich aktiv", resümierte der Referent. "Davon sind 25 Gruppen für Stütz- und Bewegungserkrankungen, 17 Wassergymnastik, je vier Nordic-Walking und Herz-Kreislauferkrankungen sowie weitere im Wandern, Fußball, Radfahren und Line Dance tätig", fügte er an. "In mehreren Studien wurde eindeutig festgestellt, dass sich die Lebensqualität durch Sport wesentlich verbessern lässt, deshalb kommt dem Reha-Sport künftig eine noch größere Bedeutung zu", so Wagner.

Weiterhin sei das gesellige Leben in den Gruppen ein wichtiger Gesichtspunkt für die überwiegend älteren Mitglieder, ebenso die Wanderfahrten und die anderen Vereinsveranstaltungen, die immer einen großen Zuspruch finden.

Auch im sportlichen Bereich konnte der Vorsitzende viele Erfolge aufführen, so bei den Winterspielen für Behinderte und ihre Freunde, dem Behindertensportfest im Staßfurter Stadion und den 21. Landessportspielen im Magdeburger Elbauenpark.

Besonders erfolgreich waren jedoch die Fußballer, die gemeinsam mit der Lebenshilfe ihre Spiele bestreiten. Neben etlichen ersten Plätzen bei Turnieren ragten dabei der Platz 1 bei den Landesmeisterschaften in Zerbst und der ausgezeichnete 10. Platz bei den deutschen Meisterschaften in Duisburg heraus.

Aber es gab auch weniger Erfreuliches zu berichten. "Mit großer Sorge haben wir die Entwicklung unseres Krankenhauses verfolgt und stehen vor einem ¿Scherbenhaufen ärztlicher Versorgung\' in unserer Stadt", schätzte Wagner ein. Da für den Herzsport kein Arzt zur Verfügung steht, was aber zwingend erforderlich ist, musste bis zur Lösung des Problems diese Therapie eingestellt werden, fügte er an.

In seinem Grußwort betonte dann der Oberbürgermeister, dass der Verein bisher Großartiges geleistet hat. "Er hat Tradition und natürlich auch Zukunft im sportlichen und sozialen Bereich", so das Stadtoberhaupt. Auch Döbbel lobte den größten Verein in der Stadt Staßfurt und mit einem der größten im Salzlandkreis für das hohe Engagement der Leitung und aller Mitglieder.

Nach der Bestätigung des Berichts der Schatzmeisterin für das Jahr 2010, welcher schwarze Zahlen aufwies, und der Satzungsänderung für die Anzahl der Vorstandsmitglieder wurden Thomas Wagner als 1. Vorsitzender, Brigitte Gothe als 2. Vorsitzende und Brigitte Hilbrich als Schatzmeisterin für weitere vier Jahre einstimmig im Amt bestätigt.

An der Jahreshauptversammlung des GRB-Sportvereins der alten Salzstadt nahmen neben Oberbürgermeister René Zok auch Vertreter der Salzlandsparkasse, der einheimischen Stadtwerke und der Barmer-Krankenkasse als Hauptsponsoren sowie Stefan Labudde von der Lebenshilfe Bördeland als Kooperationspartner und Günter Döbbel als stellvertretender Geschäftsführer des Kreissportbundes teil.

Bilder