Staßfurt/Hohenerxleben. Die Entscheidung des Kreistages, dass auf dem Gelände der ehemaligen Mülldeponie in der Hohenerxlebener Straße in Staßfurt seit Jahresbeginn auch Kleinstmengen von Bauschutt nicht mehr abgegeben werden dürfen, stößt bei den Grundstücksbesitzern weiter auf Kritik.

Dieter Günther aus Staßfurt, der mit seinem Hinweis in der Volksstimme das Thema erst publik gemacht hatte, lässt nicht locker. Der Senior hatte sich im Februar an den zuständigen Umwelt- und Wirtschaftsausschuss des Kreistages gewandt und die Abgeordneten auf das Problem aufmerksam gemacht. Er verlangt, dass der Container wieder aufgestellt wird.

Auf Vorschlag des Staßfurter Stadtratsvorsitzenden Dr. Walter Blauwitz (Linke) hatten sich die Ausschussmitglieder darauf verständigt, beim Abfallwirtschaftsbetrieb darauf zu drängen, dass in Staßfurt bald wieder Bauschutt in kleinen Mengen angenommen wird. Doch bislang ist nichts passiert.

Aus diesem Grund nutzte Dieter Günther den Tag der offenen Tür des Bürgerhauses in Hohenerxleben, um sich die Unterstützung von anderen Bürgern zu holen und Unterschriften für die Rückkehr zur alten Regelung zu sammeln. Die Listen, die er Ortsbürgermeister Sven Wagner übergab, liegen bei Landwirt Siegfried Klein aus.

Der scheidende Landtagsabgeordnete Manfred Püchel (SPD) unterstützt das Anliegen. Die Äußerung des Leiters der Ascherslebener Betriebsstätte des Abfallwirtschaftsbetriebes, Renato Rennert, dass auf der Deponie in Staßfurt eine Waage fehle und man deshalb bei der Bauschuttannahme in der Vergangenheit zugesetzt habe, lässt er nicht gelten. Er bittet die Verantwortlichen, dort wieder einen Container aufzustellen und den Schutt kulanterweise nicht nach dem Gewicht, sondern nach Eimern zu berechnen und dann pro Behälter 50 Cent oder etwas mehr zu verlangen. "Damit wäre allen geholfen", sagte Manfred Püchel.