Der Nachwuchstrupp der Freiwilligen Feuerwehr Cochstedt will von den Profis lernen. Um zu erfahren, welcher Handgriff bei einer Werksfeuerwehr in welchem Fall wie sitzt, wie die Technik aussieht und welchem Zweck sie dient, mussten die Mädchen und Jungen keine lange Reise auf sich nehmen. Vor der eigenen Haustür wurde die Expedition auf dem Flughafen Magdeburg-Cochstedt International zum erlebnisreichen Heimspiel.

Cochstedt. Die Vorfreude bei den Kindern und Jugendlichen sei riesig gewesen. Jugendwart Kevin Krabiell erinnert sich. Mit Spannung habe ein jeder dem Ausflug entgegen gefiebert. Auch weil kaum jemand zuvor einen Flughafen von innen gesehen hatte. Krabiell berichtetet: "Gegen 16.30 Uhr trafen wir uns am Feuerwehr-Depot in Cochstedt, schnell noch alle in ihre Feuerwehr Anzüge rein und dann ging es los. Mit 19 Kindern und Jugendlichen sowie sechs Betreuer wurden wir vor den Toren des Airports von den Angestellten schon erwartet."

90 Minuten Rundgang startet mit Kontrolle

Was dann folgte, hätte für die jungen Feuerwehrnachwuchskräfte der freiwilligen Helfer des kleinen Hakelortes erlebnisreicher nicht sein können.

Station eins: Die Personenkontrolle. "Von zwei Sicherheitskontrollkräften wurden wir durchsucht und überprüft. Die Kinder mussten ihre Jacken ausziehen und die Taschen leeren damit der Signal- Ton an der Torsonde ausblieb", erzählt Krabiell. Schon dort sei das Interesse riesig gewesen. Und es sollte weiter wachsen.

Zweiter Halt: die Fahrzeug-Halle der eigenen Werksfeuerwehr. Krabiell erinnert sich: "Kaum dort angekommen, da glänzten schon die Augen der Kleinsten, als sie die Fahrzeuge der Feuerwehr sahen, besonders bei dem großen und langen Flugfeldlöschfahrzeug Namens ¿Simba\' war das Erstaunen groß." Das dazugehörige Wissen gab es für die jungen Besucher von drei Angestellten der Werkfeuerwehr des Airports oben drauf. "Die Fahrzeuge und deren Geräte wurden verständnisvoll erklärt."

Mitglieder der Wehr arbeiten auf Airport

Weitere Besonderheit: Die drei Airport-Mitarbeiter Anja Ahrendt, Nico Ahrendt und Jan Brüggemann waren den Kindern nicht fremd. Krabiell klärt auf: "Diese drei Feuerwehrleute sind auch in der Freiwilligen Feuerwehr Cochstedt Mitglied und kennen ihren Nachwuchs." Die Vorstellung der Technik sei, so der Jugendwart, sehr interessant gewesen - von den Lösch- fahrzeugen des Flugplatzes über die Geräte bis hin zu Hinweisen darüber, wie sie funktionieren. Den Kindern gefiel es und ihre Flughafenreise ging weiter.

Nächster Haltepunkt: das Terminal. Besichtigt wurde der Ablauf der Passagierabfertigung, Gepäckaufgabe, Laufbänder, Café und Wartebereich.

"Nach 90 Minuten Aufenthalt und sehr viel Spaß kam der Zeitpunkt der Abreise immer näher. Nicht ohne Geschenk ließen die Jüngsten ihre Tour zu Ende gehen. "Die Kinderwartin Anja Ahrendt überreichte dem Sicherheitsmanager Herrn Zohles, noch ein Andenken in Form einer Jugendfeuerwehr-Tasse als Dankeschön für die gute Durchführung", sagt Krabiell. Er freut sich über den gelungenen Ausflug.

Sein Fazit: "Unseren Kindern und Jugendlichen hat es sehr gut gefallen. Die Begeisterung war groß und wir alle hatten viel Spaß."

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