Hohenerxleben/Staßfurt/Neundorf. Wird das Hohenerxlebener Sorgenkind, das sogenannte "Bürgermeisterhaus", Friedensallee 8, eines bleiben oder zeichnet sich eine Lösung für das einst imposante, jetzt ruinierte Gebäude ab? Immerhin folgte der Geschäftsführer der zuständigen Wohnungsgesellschaft Förderstedt der Einladung des Ortschaftsrates Hohenerxleben zu dessen Sitzung am Dienstagabend.

"Es besteht dringender Handlungsbedarf"

Doch das Thema Bürgermeisterhaus wurde nicht öffentlich behandelt. "Wir haben mit Herrn Kramer über einige Dinge gesprochen im Ort und sind alle bemüht, eine schnelle Lösung zu finden. So kann es jedenfalls nicht bleiben, es besteht dringender Handlungsbedarf". Viel mehr war Ortsbürgermeister Sven Wagner zu dem Gespräch, über das man Stillschweigen vereinbart habe, nicht zu entlocken. Wagner denkt aber, dass da nur noch der Abriss bleibe.

Zuletzt hatte die Wohnungsgesellschaft die untersten Dachziegelreihen ringsum abnehmen lassen, damit Passanten nicht weiter gefährdet sind. Diese Maßnahmen brachten Bürger von Hohenerxleben aber noch mehr auf die Palme (Die Staßfurter Volksstimme berichtete mehrmals). Ob sich nun die Wohnungs- und Baugesellschaft Staßfurt mit dem Problem Friedensallee 8 in Hohenerxleben beschäftigen muss - an diese sollen ab 1. Januar 2012 94 Prozent der Gesellschaftsanteile des Förderstedter Wohnungsverwalters gehen - wird sich zeigen. Dr. Dieter Naumann, Geschäftsführer der Staßfurter Wobau, möchte sich erst Gedanken machen, wenn der Stadtrat die entsprechenden Beschlüsse gefasst habe. "Erst dann können wir planen", so Dr. Naumann.

Verkauf von Neundorfer Wohnungen geplant

Um den Verkauf kommunaler Wohnungen geht es unterdessen heute auch im Stadtrat Staßfurt. Bei der Sitzung, die 18.30 Uhr im Mehrzwecksaal der Stadtwerke beginnt, steht der Haushaltsplanentwurf der Stadt 2011 auf der Tagesordnung. Darin enthalten sind geplante Einnahmen in Höhe von mindestens 750 000 Euro für den Verkauf der Wohnblöcke in der Rathmannsdorfer Straße in Neundorf.

Diese Zahl nannte die Kämmerin der Stadt Margit Döhling auch während der Ortschaftsratssitzung in ihrer Erklärung als einen Grund, warum die Stadt einen ausgeglichenen Haushaltsplan für 2011 in Aussicht stellen kann.