Die Stadt Staßfurt führt am 19. September in der Zeit von 9 bis 17 Uhr im Salzlandcenter erstmals die Berufsorientierungsmesse "Mein Ausbildungsplatz, meine Region, meine Zukunft" durch. Das kündigte Oberbürgermeister René Zok (parteilos) an.

Staßfurt. "Damit soll den Schülerinnen und Schülern der Region Staßfurt ein weiteres Instrument zur Berufswahlentscheidung zur Verfügung gestellt werden, denn gerade diese Aufgabe setzt junge Menschen vor neue, große Herausforderungen und bestimmt maßgeblich die weitere Lebensplanung. Darüber hinaus soll die Abwanderungsquote junger Schulabsolventen vom Standort Staßfurt verringert werden", umriss das Stadtoberhaupt die wichtigsten Ziele dieser Veranstaltung.

Inzwischen sei die Lücke zwischen den Bewerbern und den vorhandenen Ausbildungsstellen erstmals geschlossen. 2010 standen 1394 Bewerbern insgesamt 1379 Ausbildungsplätze gegenüber, sagte der Wirtschaftsförderer der Stadt, Christian Schüler.

Das Engagement der Kommune auf diesem Gebiet sei auch deshalb notwendig, um die jungen Leute besser auf den neuen Lebensabschnitt vorzubereiten. Wenn die hiesigen Schulabgänger die Anforderungen an eine Berufsausbildung nicht erfüllen, werden sich die Unternehmen Lehrlinge von außerhalb holen. Dann würden die Staßfurter Jugendlichen auf der Strecke bleiben, sagte Zok. Deshalb sollen die jungen Leute mit Hilfe einer solchen Berufsorientierungsveranstaltung auf die angebotenen Berufsfelder in der Region Staßfurt aufmerksam gemacht werden.

"Auch die Eltern sollten diesen Tag nutzen, um sich mit der ganzen Familie zu informieren, was wir in Staßfurt zu bieten haben"

"Auch die Eltern sollten diesen Tag nutzen, um sich mit der ganzen Familie zu informieren, was wir in Staßfurt zu bieten haben", appelliert der Oberbürgermeister an die Mütter und Väter, ihre Sprösslinge bei der Berufswahl aktiv zu unterstützen.

In Absprache mit den anderen beteiligten Akteuren sollen durch intensive Vorbereitung und Bewerbung der Messe zirka 1000 Schüler der 8. bis 12. Klassen der Schulen sowie deren Lehrer und zirka 30 bis 35 ausstellende Unternehmen zusammen gebracht werden.

"Präsentieren können sich dort maximal 44 Unternehmen aus dem gewerblichen Bereich aus Staßfurt und Umgebung", so Schüler, der gemeinsam mit der Stadtjugendpflegerin Nicole Netwall als Ansprechpartner für diese Veranstaltung fungiert, die Teil der Staßfurter Kinder- und Jugendtage ist.

Damit die Messe dem Standort Staßfurt als Wirtschafts- und Ausbildungsregion gerecht wird, werden branchentypische Firmen der Region zur Teilnahme und Vorstellung eingeladen. Dazu zählen unter anderem Betriebe solche Branchen wie Metallbau, chemische Industrie, Elektrotechnik, Kunststoffverarbeitung, der Pflegebereich, der Einzelhandel sowie die Lebensmittelproduktion.

Es sei noch Platz für kleine Handwerksfirmen oder auch Autohäuser vorhanden, sagte der Oberbürgermeister.

Da es sich hier um ein gefördertes Vorhaben handelt, kommen auf die Aussteller nur Kosten in Höhe von 100 Euro zu.

Auf die Frage, warum sich die Stadt Staßfurt nicht mehr wie in den Vorjahren an den Berufsorientierungstagen in Aschersleben beteiligt, sagte Zok, dass die Staßfurter Firmen nicht nach Aschersleben gegangen seien.

Dieses wichtige Projekt der Stadt Staßfurt wird von der Agentur für Arbeit Sangerhausen, dem BBRZ, dem Berufsförderungswerk Staßfurt, der Kreishandwerkerschaft, der Universität Magdeburg, den Hochschulen des Landes sowie von den Schulen der Stadt unterstützt, sagte Schüler.

"Eingeladen haben wir auch die Ascherslebener und Egelner Schulen", teilte der Oberbürgermeister mit. Das Gymnasium Egeln habe bereits seine Teilnahme mit 80 Schülern fest zugesagt, informierte Zok.

Wie der Wirtschaftsförderer wissen ließ, haben die Jugendlichen während der Messe die Gelegenheit, an einigen Ständen ihre Geschicklichkeit sowie ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten unter Beweis zu stellen. Sie können dort zum Beispiel backen oder auch eine Mauer hochziehen.

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