Gaensefurth/Hohenerxleben/Osmarsleben (jsg). Die Osterfeuer, die in den drei Standorten traditionell am Gründonnerstag angezündet werden, fanden bei sommerlichen Temperaturen einen riesigen Zuspruch bei Klein und Groß. In Scharen waren sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit einem selbst fahrenden Untersatz gekommen und sorgten förmlich für einen Volksfestcharakter.

Überall hatten die Bürger der Region durch ihre Anlieferungen von brennbarem Material für überdimensionale Stapel gesorgt. Waren vor einem Jahr bei kühlen Temperaturen noch dicke Jacken und heißer Glühwein gefragt, so dominierte diesmal bei traumhaftem Wetter zumindest am Anfang noch kurzärmelige Oberbekleidung.

In Gaensefurth entfachte Horst Steitz auf dem Gelände seines Land- und Heimat-hofes, wie bereits seit über zehn Jahren, schon am frühen Abend das Osterfeuer. "Ich möchte damit den kleinen Besuchern eine Freude bereiten", meinte er. Für die Großen brennt der Stapel bestimmt noch bis Mitternacht, fügte der Unternehmer an.

Auch in Hohenerxleben begann noch vor Einbruch der Dämmerung der Osterbrauch mit einem traditionellen Fackelumzug. An der Spitze des Zuges durch etliche Straßen der Kommune marschiert seit Jahren der Bierer Spielmannzug. Auf einer großen Freifläche im Gewerbegebiet des Staßfurter Ortsteiles entzündeten dann die Kinder mit ihren fast abgebrannten Fackeln den riesigen Haufen. Ursula Pennigsdorf, Vorsitzende des Hohenerxlebener Heimatvereins, und ihr Team sowie die Kameraden der Freiwilligen Ortsfeuerwehr als Organisatoren der traditionellen Veranstaltung möchten sich besonders bei den ortsansässigen Unternehmen für die Unterstützung, so zum Beispiel für die Aufschichtung des Stapels mittels Technik und der Stromversorgung für die aufgebauten Stände, bedanken.

In Osmarsleben wurde das Osterfeuer wie immer kurz vor dem Beginn der Dunkelheit entfacht. "Als vor drei Jahren unsere Ortsfeuerwehr, welche vor langer Zeit diese Tradition ins Leben gerufen hat, aufgelöst wurde, haben wir vom Dorfclub die Organisation übernommen", erläuterte Thomas "Huhne" Huhnstock als Vorsitzender des Dorfclubs.

"Die Teilnahme am Gründonnerstag ist bei unseren Bürgern richtig eingefleischt", schätzte er ein. Aber nicht nur bei denen, denn die sehr große Zahl der Besucher aus dem gesamten Umfeld war im flackernden Feuerschein schwer auszumachen.

Er und seine vielen Mitstreiter im Dorfclub bedankten sich beim einheimischen Kieswerk für die Unterstützung mit dem Radlader und - wie die anderen beiden Veranstalter auch - für die Disziplin der Bürger beim Anliefern des brennbaren Materials.

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