Staßfurt. Die Schäden an den Hochwasserschutzanlagen von Bode und Liethe halten sich nach dem jüngsten Hochwasser in Grenzen. Das ergaben die Deichschauen, die im April und Mai an den beiden Flüssen durchgeführt wurden, welche zum Flussbereich Halberstadt des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) gehören.

Auf dem etwa 25 Kilometer langen Abschnitt der Bode zwischen Egeln und Hohenerxleben müsse punktuell Schwemmgut und Windbruch beseitigt werden, sagte Hans Polenz, Bereichs-Ingenieur des LHW. Bei Löderburg wurden so genannte Überströmungsbereiche am Damm festgestellt. Auch an den Böschungen zwischen Etgersleben und Unseburg gebe es einige kleinere Auswaschungen.

Bei der Deichschau auf der acht Kilometer langen Liethe zwischen Warmsdorf und Staßfurt wurden tote Pappeln sichtbar, die eine Gefahr bedeuten. Kleine Anlandungen und Ausspülungen seien zu beseitigen, so Polenz. Etwas ausgespült sei auch der begleitende Weg auf etwa 40 Meter bei Staßfurt. Und ein Anlieger werde Post von der Kommune bekommen, weil er eine Böschung überweidet habe. Grundsätzlich sei Schafhütung nicht verkehrt, aber das sei eben zu viel des Guten.

Ein weiteres Problem stellte sich den Teilnehmern der Deichschau am Unterlauf der Liethe kurz vor der Bodemündung dar: Dort pflügte ein Landwirt zu weit an den Deichfuß heran. Der nötige Schutzstreifen von etwa fünf Metern fehlt.

Die Hochwasserschäden würden nun bis zum Sommer instand gesetzt, informierte der LHW-Ingenieur.