Hecklingen. Seit 1971 arbeitet Siegfried Maaß aus Hecklingen als freier Schriftsteller. In diesem Jahr begeht er sein Berufsjubiläum. Pünktlich zum 40. Jahrestag erscheint im Sommer sein Buch "Tango in der Düppler Mühle."

Es ist ein Roman, den Maaß in den 1990er Jahren verfasst hat. Er ist bereits erschienen. Doch nicht als Buch, vielmehr als Fortsetzungsroman mit 90 Veröffentlichungen in der Volksstimme. Das war vor 15 Jahren.

Im vergangenen Jahr holte Maaß die Vergangenheit wieder ein. Lange Zeit war es ruhig um seinen Fortsetzungsoman "Tango in der Düppler Mühle" gewesen. Im letzten Jahr sollte ein Anruf das ändern.

Eine Frau aus Thüringen habe sich gemeldet, erinnert sich Maaß. "Sie fühlte sich mit dem Roman noch immer verbunden", nennt Maaß den Grund für ihren Anruf. Er schildert ihr Interesse an dem Buch: "Ich habe den Personen Klarnamen gegeben, also Namen von Leuten, die es tatsächlich gibt."

Das trifft auch auf einen Mann zu, der für Maaß als Nachbar eine Rolle spielt und ebenfalls Kontakt zum Verfasser des Fortsetzungsromans aufnahm. Die Nachfrage nach dem Buch wuchs. Maaß reagierte.

Er digitalisierte die bereits verfassten und in der Volksstimme veröffentlichten Zeitungsbeiträge. Entstanden ist der Roman "Tango in der Düppler Mühle" als zusammenhängendes Buch. Auf den Landesliteraturtagen in Magdeburg will der Autor aus Hecklingen die Neuerscheinung erstmals präsentieren.

Aber worum geht es in dem Buch, das Maaß zufolge autobiografische Züge enthält? Der Schriftsteller erzählt: "Ich wollte der Geschichte meiner Eltern auf den Grund gehen." Maaß, der heute in Hecklingen lebt und in Staßfurt aufgewachsen ist, setzt sich in seinem aktuellen Werk mit der Vergangenheit von Vater und Mutter auseinander. Nur Bruchstücke aus dem Leben der zwei sind dem Schriftsteller bekannt. Maaß füllt die Lücken auf, gibt Lesern Einblick in einer Mischung zwischen Phantasie und Wirklichkeit. Eines weiß er sicher. Der Ort, an dem sich Mutter und Vater einst kennenlernten, ist dem Sohn ohne Zweifel bekannt. Es war in Magdeburg. "Im Stadtteil Olvenstedt im Tanzlokal ¿Düppler Mühle\'", kann Maaß unbestritten sagen.

Jetzt, da Maaß sein Buch als Gesamtwerk veröffentlicht, begeht er zugleich sein Berufsjubiläum. Maaß, der außerdem seinen 75. Geburtstag feiert, arbeitet seit 1971 als freier Schriftsteller..

Der 1936 in Magdeburg geborene Maaß ist außerdem Mitglied im Friedrich-Bödecker-Kreis und setzt sich in Projekten für den Autoren-Nachwuchs ein. Lange Zeit leitete er den sachsen-anhaltischen Schreibwettbewerb "unzensiert und unfrisiert". Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Schreibwerkstätten hat der Autor in den letzten Jahren weiter fortgesetzt.