Die Glöther Kirchgemeinde um Pfarrer Gottfried Eggebrecht hatte zum Frühlingskonzert in die Kirche eingeladen. Mit frühlingshaften Weisen und einem musikalischen Ausflug in das Wiener Kaffeehausmilieu sollte optimistische Frühlingsstimmung unter den 50 erschienenen Zuhörern erzeugt werden.

Glöthe. Dazu war das Köthener Schlosskonsortium, ein Klangkörper der dortigen Musikschule, erschienen, das schon in Üllnitz und Brumby bei ähnlichen Veranstaltungen spielte.

Doch bei dem kalten Wetter konnten es die elf Damen und Herren unter Leitung von Manfred Apitz auch nicht allein schaffen. Erst der heiße Kaffee und parallel dazu der bis an den Rand gefüllte Ofen erzeugten zusammen mit dem musikalischen Genuss die Frühlingswärme.

"Jubilate" fordert zum Jubeln auf den Frühling

In seinen Begrüßungsworten wies Pfarrer Eggebrecht darauf hin, dass der vergangene Sonntag mit seinem lateinischen Namen "Jubilate" zum Jubeln auf den Frühling auffordert. Dazu gehört der Psalm 66, den der Pfarrer vorlas.

Davor erklang ein Musikstück mit dem Namen "Zuversicht". Nach festgelegten Textstellen spielte Kirchenmusikdirektorin Martina Apitz das Grundmotiv des Musikstückes auf dem Keyboard und symbolisierte so den Jubel.

Danach erklangen zwei Lieder, deren Text von Frühling und Mai handelte: "Komm lieber Mai und mache die Bäume wieder grün" und "Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus". Apitz forderte das Publikum zum Mitsingen auf und bezog es so aktiv ins Programm ein.

Wiener Charme brachte das Schlosskonsortium anschließend zu Gehör. Mit "Frühling in Wien", "Zwei Herzen im Dreivierteltakt" und "Vor meinem Vaterhaus" erklangen drei Evergreens von Robert Stolz. Es folgte "Die Gedanken sind frei", von den Zuhörern wieder mit gesungen, bevor es mit "Im Prater blühn wieder die Rosen" wieder nach Wien ging.

Viel Beifall gab es auch für "Die letzte Rose", ein ursprünglich irisches Lied, das in der Oper "Martha" von Flotow enthalten ist. Dirigent Manfred Apitz fungierte bei allem gleichzeitig als Moderator und gab oft launige Erläuterungen zu den einzelnen Stücken.

Pause mit: "Der Kaffee wird kalt"

Als er sagte "Der Kaffee wird kalt", war gleichzeitig der offizielle Teil des Konzertes beendet.

Nun wendeten sich alle den leckeren selbst gebackenen Torten und Kuchen zu, die von den Frauen der Kirchgemeinde angeboten wurden. Darunter war zum Beispiel mit Sachertorte auch eine Wiener Spezialität, passend zur dargebotenen Musik.

In gelöster zwangloser Atmosphäre mit weiteren Schlager- und Filmmelodien vergangener Jahre klang nun der Sonntag aus. Ein Erfolg, wie viele Konzertbesucher meinen. So war von einem gast zu hören: "Diese von Gottfried Eggebrecht ins Leben gerufenen musikalischen Veranstaltungen in der Kirche stellen eine Bereicherung des Dorflebens in Glöthe dar und werden von den Einwohner gut angenommen."