Das Jahresfest der Klusstiftung ist für mehr als 200 Besucher Sonnabendnachmittag zum Reiseabenteuer geworden. Dafür sorgten mehr als 60 Mitwirkende. Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung holten mit ihrem diesjährigen Programm andere Kulturen, ferne Länder und Nationalitäten nach Schneidlingen. Eine Tour rund um den Globus mit Musik, Theater, Tanz und Gesang wurde ausgelassen gefeiert.

Schneidlingen. "Es wollen zwei auf Reisen gehen. Kommt mit. Es ist soweit." Die Zeile aus dem Liedtext einer ganz speziellen Melodie erklang am Sonnabendnachmittag nicht nur einmal. "Das Jahreslied der Klusstiftung begleitet uns auf unserer Reise rund um die Welt". Holger Holtz, Geschäftsführer der Klusstiftung zu Schneidlingen und Groß Börnecke, lud die Gäste ein, mit anzustimmen. Der Gesang war zugleich Auftakt eines fast einstündigen Abenteuers, das die zwei jungen Hauptdarsteller Kevin und Erik vor den Augen der Besucher erlebten. Von Schneidlingen aus schnürten sie ihren Rucksack: Frankreich, Afrika, Brasilien, Russland, China, Australien, die Antarktis und weitere Stationen überraschten mit immer wieder anderen Eindrücken. Dazu gab es Musik, Gesang, Tanz und Theater, dargestellt von mehr als 60 Mitwirkenden in kreativen Kostümen inmitten einer zum Theater umgebauten und aufwändig geschmückten mit Requisiten ausstaffierten Festwiese.

Dort erreichte die Veranstaltung mit dem Reiseabenteuer-Programm, die mit einem Gottesdienst schon am Vormittag begonnen hatte, und nachmittags mit vielen Kreativangebote startete, ihren Höhepunkt. Für die Wahl des Themas gab es keinen sachlichen Grund. "Vom Gefühl her, haben wir gesagt, wir wollen die Welt bereisen, also holen wir sie nach Schneidlingen", erklärte Holger Holtz und sprach allen daran Beteiligten seinen Dank aus. "Die Stimmung ist einfach toll. Die Veranstaltung hier auf dem Gelände. Das macht einfach Spaß", freute er sich nach der erfolgreichen Aufführung über so viel Resonanz. Und die Begeisterung der Darsteller darüber war zu sehen. "Unser Ziel ist es, dass alle Bewohner der Klusstiftung mitwirken. Jeder macht mit", so Holtz. Denn das sei auch das Ansinnen der Einrichtung. Die Klusstiftung zu Schneidlingen und Groß Börnecke, wo Menschen mit einer geistigen Behinderung leben, arbeiten und lernen, biete optimale Bedingungen für den einzelnen. Mit ihren Wohnheimen und Außenwohngruppen sei es das Ziel der Stiftung, die dem "Diakonischen Werk Mitteldeutschland" angeschlossen ist, die Vermittlung von Lebensorientierung als einen wichtigen Baustein zu fördern, das Selbstwertgefühl zu stärken, um so das Leben der in den Wohnstätten lebenden und lernenden Menschen gelingen zu lassen, sagte der Geschäftsführer.

   

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