Arbeitseinsätze, Gründung einer Bürgerinitiative und ein großes Fest zu Himmelfahrt - jetzt gibt es wieder positive Schlagzeilen vom Schachtsee in Wolmirsleben. Auch die Camper sind zufrieden und haben dem neuen Betreiber jegliche Unterstützung zugesagt.

Wolmirsleben. Am Schachtsee in Wolmirsleben bewegt sich etwas. Am vergangenen Sonnabend versammelten sich die Camper für einen Arbeitseinsatz. Sie griffen zu Hacke und Harke, zu Schubkarre und Besen. "Wir wollen den Schachtsee und auch den Campingplatz für diese Saison und natürlich die Folgenden fit machen", erklärte Manfred Fürst, Vorsitzender des Campingrates.

Überall wurde gewirbelt. Das zeigt: Die Camper sind mit der neuen Situation sehr zufrieden. Sie haben wieder Mut, neue Motivation ist da. "Wir haben ein gutes Verhältnis mit dem neuen Betreiber. Wir als Camper haben ihm bereits signalisiert, dass er von unserer Seite aus mit jeglicher Unterstützung rechnen kann", erklärte der Vorsitzende weiter. Der neue Betreiber habe Vorstellungen, die auch die Camper teilen. Man ist frohen Mutes, dass der Platz wieder so idyllisch wird, wie er vor dem Hochwasser war. "Dafür muss aber noch viel Kraft investiert werden. Mit unsere Hilfe und Unterstützung kann man aber rechnen", erklärt Manfred Fürst im Namen der Camper.

Baumschnitt, Heckenschnitt und anderes Gehölz, das bei den Aufräumarbeiten zusammen getragen wurde, ist am Sonnabendabend verbrannt worden. Gemütlich wollten die Camper nach einem Arbeitseinsatz den Feierabend genießen. Doch eine Zeit lang schien es so, als ob daraus nichts werden sollte. "Dieses Feuer musste beantragt werden und wurde zunächst abgelehnt. Daher haben wir bei Klaus Bierende um Hilfe gebeten", erklärt Manfred Fürst weiter. Der stellte den Antrag auf ein "Brauchtumsfeuer für den Frieden". Doch auch da gab es Probleme. "Jeder Abgeordnete muss eigentlich einmal im Jahr Rechenschaft ablegen. Also beantragte ich das Feuer im Rahmen der ¿Rechenschaftslegung eines Abgeordneten\'. Und es wurde genehmigt", erklärt das Kreistagsmitglied Klaus Bierende. Sehr zur Freude der Camper, die sonst viel Mühe gehabt hätten, das Gehölz abzutransportieren.

Und noch einen Anlass zum Treffen der Camper gab es am Sonnabend. Es wurde eine "Bürgerinitiative gegen die Überschwemmung des Schachtsees und gegen die ökologische Verschmutzung der Umwelt" gegründet. Initiator ist Klaus Bierende, der auch Abgeordnete des Gemeinderates Wolmirsleben mit ins Boot holte. "Wir sind froh, dass sich Klaus Bierende so für den Schachtsee einsetzt. Er steht zu dem, was er sagt. Wir können nur den Hut vor ihm ziehen", ergänzte Manfred Fürst dazu.

Die Bürgerinitiative will sich nun stark dafür einsetzen, dass es nicht noch einmal zu einem Hochwasser kommt, wie es in den vergangenen Monaten am Schachtsee herrschte. Ideen dafür gibt es bereits schon. "Wir haben drei Varianten im Kopf. Unser Favorit ist die Schaffung eines Ablaufes am Schachtsee", macht Bierende deutlich. Rund 80 000 Euro sind dafür notwendig. Über einen Ablauf, der in die Bode mündet, soll der Schachtsee auf einem gleichbleibenden Pegel gehalten werden. "Nun müssen wir nur noch das Geld auftreiben. Aber ich bin da guter Hoffnung", erklärte Bierende abschließend.

Großes Fest zu Himmelfahrt

Am 2. Juni findet übrigens am Schachtsee in Wolmirsleben eine große Himmelfahrtsparty für die ganze Familie statt. Los geht es um 10 Uhr mit einem Kinderfest mit Clown und DJ. Gegen 12 Uhr wird die Band New Age of Smoki (Smokie Revival Band) aufspielen, bevor ab 14 Uhr die Partyband aus Sachsen-Anhalt - Tänzchentee - auftritt. Ab 21 Uhr ist ein Kinder Lampionumzug geplant und gegen 22 Uhr wird ein Feuerwerk den Himmel über dem Schachtsee erhellen.