Zum traditionellen Schlachtefest lud am Wochenende der Seniorenwohnpark Löbnitz. Neben echter Hausschlachtewurst gab es abwechslungsreiches Programm, das für allerlei Kurzweil sorgte.

Löbnitz. "Im Allgemeinen findet die Hausschlachtesaison im Winter statt und da ist es nun einmal kalt", sagte der Heimleiter des Löbnitzer Seniorenwohnparkes, Erik Ohme, bei der Eröffnung des Schlachtefestes. Es bot eine willkommene Abwechslung im Heimalltag. Die Sitzbänke waren vorsorglich mit Decken belegt, und die Heimbewohner in Rollstühlen oder zu Fuß erschienen dick verpackt aber frohen Mutes. Die erste Ladung Glühwein dampfte auch schon und das Schlachtefest konnte beginnen.

Die Kinder der Förderstedter Grundschule, angeleitet von Gisela Stephan, eröffneten das Programm mit Liedern, die den Frühling herbeisehnten. "Immer wieder kommt ein neuer Frühling, immer wieder kommt ein neuer März, immer wieder bringt er neue Blumen, immer wieder Licht in unser Herz", hieß es ganz optimistisch. "Wie gut, dass es die Sonne gibt", hieß es in einem anderen Lied, das wie die Faust aufs Auge zum Wetter passte, denn sonst hätten alle schließlich noch mehr gefroren. Die wärmenden Strahlen der Sonne merkten die Besucher mit jeder Minute mehr und die Stimmung stieg entsprechend.

Die Grundschule war im Programm gleich zwei Mal aktiv. Die Kinder hatten mit Eltern und Freunden die Tombola organisiert. Da gab es nur Gewinne, vom Topflappen bis zum Puzzle sowie viele nützliche Sachen für Haushalt und Wohnung. Der Hauptgewinn war ein Spanferkel, gesponsort vom Gastwirt Ronny Stephan, der gleichzeitig auch für die Getränke- und Imbissversorgung und die musikalische Beschallung zuständig war. Das Ferkel gibt es zu einem zwischen Gewinner und Wirt vereinbarten Termin. Gewinner war Familie Sonja und Erwin Zeidler aus Staßfurt.

Inzwischen waren dann auch die Bebitzer Blasmusikanten erschienen. Sie hatten sich etwas verspätet, aber dafür erklangen Polkas und Walzer zur Freude der Heimbewohner um so energischer. Im Programm schlussendlich abgelöst wurde die Blasmusik von der Trommlergruppe der Lebenshilfe, aus der Wohnstätte "Am Wachtberg" in Hecklingen.

An anderer Stelle trugen frisch gebackene Waffeln zur Erwärmung der Gäste bei. Und wieder ein Stück weiter standen Ponys und Pferde für Kinder zu einem geführten Ritt bereit. Die kleine Cassandra Osterwald und viele andere Kinder nutzten die Gelegenheit, sich das Schlachtefest hoch zu Ross anzuschauen. Ebenso warteten Ziegen und Esel des Heimzoos auf Besichtigung und das ein oder andere Zusatzfutter.

Umlagert war zudem der Verkaufswagen einer Atzendorfer Hausschlachterei. Hier versorgten sich Rita Rennicke, die mit ihrer Wohngruppenchefin Gudrun Zander gekommen war, und viele weitere Heimbewohner und Gäste mit frischer "Schlachtewurscht".

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