Egeln. Kinder brauchen die Natur, sie lieben Abenteuer, mögen Abwechslung und Bewegung. Gleichzeitig brauchen sie aber auch Ruhe und Entspannung. Und was ist dafür der richtige Ort? Na klar, der Wald. Daher hat die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. ein Projekt ins Leben gerufen, das den Kindern positive Erfahrungen mit der Natur vermitteln soll.

Auch die Kinder in der Kita "Bördespatzen" in Egeln sind eng mit der Natur verbunden. Sie lieben es, im Wald zu toben, ihn zu entdecken und auch auf Spurensuche zu gehen. Vor allem die Vorschulkinder haben schon sehr viele Ausflüge in den Hakel und andere kleinere Waldstücke gemacht.

Jetzt wollen sie echte "Waldfüchse" werden und nehmen daher an dem Projekt der Schutzgemeinschaft Wald teil. Dazu war Sabine Sonnenberg, Geschäftsführerin der Schutzgemeinschaft, in der vergangenen Woche in der Kita. Im Gepäck: grüne Mützen, einen Rucksack voller Becherlupen, Hilfsmittel, die man benötigt, um im Wald auf Entdeckungstour zu gehen und Stempelkarten. "Habt ihr alle Themen abgearbeitet und ist dann eure Stempelkarte ausgefüllt, komme ich wieder und ernenne euch zu Waldfüchsen", spornte sie die Kinder an.

Tiere aus dem Wald zum Anfassen

Doch Sabine Sonnenberg hatte noch jemanden mitgebracht. Dirk Bartsch aus Hakeborn ist den Kindern kein Unbekannter. Er organisierte schon Wanderungen für die Kleinen. Bei seinem Besuch erklärte er den Kindern dieses Mal allerdings, was Förster und Jäger im Wald machen und welche Tiere in unseren heimischen Wäldern leben. "Ich freue mich, dass die Kinder schon so viel wissen. Sie kennen die Tiere, wissen was ein Jäger macht und wissen, dass sich der Förster um die Tiere und den Wald kümmert", sagte Dirk Bartsch.

Der Hirsch ist nicht der Mann vom Reh

Zum Anschauen hatte der Hakeborner präparierte Tiere mitgebracht. Für die Kinder war es ein Erlebnis, einmal einen Waschbär, das Rebhuhn, ein Mauswiesel oder ein Wildschwein-Frischling aus der Nähe zu betrachten und auch anzufassen. Viele interessante Dinge konnten die Vorschulkinder von Dirk Bartsch erfahren. So zum Beispiel auch, dass der Hirsch nicht der Mann vom Reh ist, der Fasan eigentlich aus China stammt und der Waschbär aus Amerika nach Deutschland gekommen ist.

Und das ist auch Ziel des Projektes. "Wer in der Kindheit einen positiven Bezug zur Natur aufbauen konnte, wird auch als Erwachsener verantwortungsbewusst mit ihr umgehen. Daher sollten wir das natürliche Potenzial unserer Kinder nutzen. Kinder sind in ihren ersten Entwicklungsjahren auf Naturerfahrungen vorbereitet. Zudem trägt das Erleben und Wahrnehmen der Natur zur körperlichen, seelischen und geistigen Entwicklung der Kinder bei", erklärte Sabine Sonnenberg.

 

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