Mit einem großen Problem hat die Freiwillige Feuerwehr in Etgersleben zu kämpfen. Das wurde auch bei der Jahreshauptversammlung am Wochenende deutlich. Das Gerätehaus wurde von der Feuerwehrunfallkasse beanstandet. Klar ist, dass dort bald etwas passieren muss.

Etgersleben. Im Seniorentreff in Etgersleben waren alle Sitzplätze belegt. Ein gutes Zeichen für ein hohes Interesse rund um die Arbeit der einheimischen Feuerwehr. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Etgersleben trafen sich zusammen mit Gästen und Interessierten zur Jahreshauptversammlung.

Vor Ort waren auch der Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr und Bürgermeister André Kulak, Kreisbrandmeister Robitzsch, Vertreter des Ordnungsamtes, sowie Gäste befreundeter Wehren aus Egeln, Hakeborn und Westeregeln. Bevor Wehrleiter Wolfgang Meyer seinen Bericht verlas, besann man sich der verstorbenen Kameraden und gedachte ihrer gemeinsam mit einer Schweigeminute.

Veränderungen in der Wehrleitung

Seit dem 1. Januar des vergangenen Jahres heißt die Wehr Ortsfeuerwehr Etgersleben, die nun mit anderen Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Egelner Mulde zusammen als Verbands- gemeindefeuerwehr unterwegs ist. Und die Ortsfeuerwehr hat ein turbulentes Jahr hinter sich gebracht, mit vielen Veränderungen, neuen Sachen und vor allem Zuversicht. So standen einige personelle Veränderungen in der Wehrleitung an. Kamerad Mausolf wurde als Wehrleiter aus beruflichen Gründen verabschiedet und Kamerad Wolfgang Meyer neu berufen. Auch wurden einige Stellen neu besetzt und so wechselte die Stellenbesetzung einiger Aufgabengebiete auch mit neuem Personal. Auch innerhalb des Personalbestandes gab es Probleme, aber bei offenen Diskussionen und Gesprächen konnte die Wehr weiterhin in die richtige Richtung geführt werden.

Freudig berichtete Meyer, dass wieder einige ehemalige Kameraden für den Dienst gewonnen werden konnten und sogar neue Kameraden geworben wurden. Trotz alledem will man weiterhin die Werbetrommel rühren und in der Gemeinde Kameraden gewinnen.

Das Einsatz- und Brandgeschehen konnte man 2010 an einer Hand abzählen, aber auch dort zeigten die Kameraden im Einsatz ihr Können.

Als ein großes anstehendes Problem sprach der Wehrleiter vom Gerätehaus der Wehr. Dort muss nun etwas getan werden. Einige Mängel und mögliche Unfallschwerpunkte, bemängelt durch die Feuerwehrunfallkasse, veranlassten die Kameraden, über einen Neubau mit Parkplatz und Vorplatz für ihre Fahrzeuge nachzudenken.

Fördermittel sollen beantragt werden

So wollen die Kameraden einen Antrag auf Fördermittel für den Neubau eines Gerätehauses stellen. Verbandsbürgermeister Michael Stöhr versteht das Anliegen seiner Kameraden gut, muss aber als Dienstherr reagieren. Er beauftragte ein Ingenieurbüro, das die Kosten für einen Neubau, eine Sanierung, eine Modernisierung und Aufstockung des Depots kalkulieren soll. "Ja, es ist Handlungsbedarf vorhanden. Das ist sicher", sagte Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr. "Aber erst wenn diese Sachen geprüft und offiziell auf dem Tisch liegen, können wir Mittel beantragen."

Vielleicht muss auch demnächst vergrößert werden, denn in der Jugend- und Kinderfeuerwehr konnten über das Jahr sieben Kinder für das Feuerwehrleben, dank der Betreuung durch die Kameradin Christina Richter, begeistert werden. Nach anschließender, teilweiser heftiger Diskussionen wurden einige Kameraden ausgezeichnet und befördert (siehe Infokasten).

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