Das Wasser geht zurück. Diese gute Nachricht konnte gestern Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr dem Hochwasserstab des Landkreises mitteilen. Unter anderem machte sich gestern Dezernentin Reingard Stephan ein Bild von der Lage in der Egelner Mulde und schaute sich die Schwerpunkte an. Sorgenkind bleibt immer noch der Schachtsee in Wolmirsleben.

Egeln. Die Hochwasserlage in der Egelner Mulde entspannt sich langsam. Deutlich ist der Rückgang des Wassers an den Gräben, Flüssen und Feldern zu sehen. Trotzdem werden noch regelmäßig Kontrollfahrten durchgeführt. Gestern nahm auch der Hochwasserstab des Salzlandkreises daran teil. Man wollte sich vor Ort ein Bild machen. Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr und Steffen Malucha von der Feuerwehr Egeln machten Schwerpunktstellen aufmerksam.

Dazu gehört auch der Schäfergraben in Egeln. "Dort stehen mitten im Flusslauf Pappeln. Die Bäume bremsen das Wasser. Da muss etwas passieren. Wir haben uns das mit dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) schon vor Ort angeschaut", erklärte Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr. Zurzeit liegt der Zuständigkeitsbereich noch beim Unterhaltungsverband. "Wir stellen einen Antrag, dass dies vom LHW übernommen werden kann.

Das Wasser geht deutlich zurück

Der Landesbetrieb hat bereits zugesagt. Dann soll alles aus der Flussrinne entfernt werden, was das Wasser bremsen könnte", so Michael Stöhr weiter. Allerdings hat sich die Lage am Schäfergraben schon sehr entspannt. Das Wasser ist um mehr als einen halben Meter zurückgegangen. Jedoch fehle zum Normalstand immer noch sehr viel.

<6>Während der Kontrollfahrt lobte Dezernentin Reingard Stephan das Engagement der Feuerwehr- und Einsatzkräfte. "Obwohl die Feuerwehren im Landkreis oft in ihren eigenen Gemeinden mit dem Hochwasser zu kämpfen haben, helfen sie auch an anderen Stellen aus. Da zeigt sich, das Nachbarschaftshilfe immer noch groß geschrieben wird", so die Leiterin des Hochwasserstabes des Landkreises.

<7>Auf den Ackerflächen in der Egelner Mulde kann man ganz klar erkennen, dass das Wasser zurück geht. "Gott sei Dank entspannt sich die Situation jetzt", freut sich Michael Stöhr. Und zum Glück hat es auch keine größeren Schäden angerichtet. "Zum größten Teil wurden immer nur Gärten überflutet", erklärt der Bürgermeister weiter.

Strom der Camper vorerst abgestellt

Probleme in den Wohnhäusern bereite jedoch immer noch das Grundwasser. "Daran können wir aber nichts ändern", fügt Feuerwehrkamerad Steffen Malucha mit Sorgenfalten auf der Stirn hinzu.

Doch es gibt immer noch ein Sorgenkind in der Egelner Mulde. Und das ist der Schachtsee in Wolmirsleben. Dort ist von Entspannung noch nichts zu spüren. Ganz im Gegenteil. Das Wasser steigt immer weiter an. "Die Hälfte des Campingplatzes ist überflutet und auch die Bungalows kämpfen mit dem Wasser", macht Michael Stöhr deutlich.

Schuld sei aber auch dort das Grundwasser. Den Strom habe man aus Sicherheitsgründen bereits abgestellt. Einige Camper pumpen ihre Wagen leer, andere versuchen noch etwas zu retten. Eine Besserung ist jedoch noch nicht in Sicht.

Viele Straßen sind jetzt wieder passierbar. So auch die Brücke über die Ehle in Westeregeln. Anders sieht es jedoch zwischen Tarthun und Groß Börnecke aus. Noch immer steht das Wasser auf der Straße. Nur mit großen Landmaschinen kann dort gefahren werden.

Doch so langsam kann die Egelner Mulde wieder aufatmen. Man hofft, dass das Gröbste überstanden ist. Insgesamt hat die Feuerwehr Egeln rund 2500 Sandsäcke ausgegeben und an die Gefahrenpunkte gebracht. Im gesamten Landkreis waren es über 130 000.

   

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