Die Löderburger Freiwillige Feuerwehr ist eine mit Seltenheitswert. Mit 54 Aktiven ist sie rund um die Uhr einsatzbereit. Damit ist sie eine unverzichtbare Größe in und um Staßfurt.

Löderburg. In seinem Rechenschaftsbericht über das abgelaufene Geschäftsjahr konnte Ortswehrleiter Thomas Schumann vor allem eines verkünden: eine 24-stündige Einsatzbereitschaft der Löderburger. "Neben 54 aktiven Kameradinnen und Kameraden haben wir drei Alterskameraden und 18 Kinder und Jugendliche im Bestand", resümierte er.

Im Berichtszeitraum wurden 50 Ausbildungsdienste durchgeführt, darüber hinaus Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene besucht. "Unsere Wehr stellt außerdem ein starkes Ausbilderteam für die Kreisausbildung, für die Fortbildung im Feuerwehrgerätehaus im Heyrothsberge und ist federführend in der Atemschutzgruppe der Staßfurter Wehren", so Schumann. Die Gerätewarte leisteten im vergangenen Jahr unzählige Stunden zur Erhaltung, Wartung und Pflege der Technik.

Der stellvertretende Ortswehrleiter Frank Müller analysierte dann die 39 Einsätze, zu denen die Kameraden gerufen wurden. "Dabei handelte es sich um Unterstützung des Rettungsdienstes und anderer Feuerwehren, Personen in Notlage, Flächen- und Wohnungsbrände, Beseitigung von Ölspuren und auslaufenden Flüssigkeiten, Wasser- und Sturmschäden sowie Tierrettung und -bergung", blickte er zurück.

Die Gesamteinsatzdauer betrug 61 Stunden, bei denen insgesamt 450 Kilometer zurückgelegt wurden. Zusammengezählt waren 578 Kameraden im Einsatz, so dass im Schnitt jeder der Aktiven 14 Mal ausgerückt war. Die Löderburger Kameraden erreichten so eine Einsatzzeit von 932 Stunden.

"Unsere Ausrückzeit im Zuständigkeitsbereich lag bei 4,25 Minuten, die Zeit von der Alarmierung bis zum Eintreffen am Einsatzort innerhalb der Ortschaft im Durchschnitt bei 7,52 Minuten", äußerte Müller nicht ohne Stolz.

Nach dem Bericht des Jugendwartes sowie den Beförderungen und Auszeichnungen (siehe Kasten) hatten die Gäste, unter anderem Ortsbürgermeisterin Elvira Bartsch und Stadtwehrleiter Olaf Simon, die Gelegenheit zu Grußworten. Staßfurts Oberbürgermeister René Zok dankte für die hohe ehrenamtliche Einsatzbereitschaft und sehr gute Jugendarbeit. "Die Ortswehr ist eine feste Größe im kulturellen Leben der Gemeinde", schätzte er ein.

Der Stadtwehrleiter zog anschließend eine kurze Bilanz über die Aktivitäten der Ortswehren der Stadt Staßfurt im Einsatzgeschehen, der Nachwuchsarbeit und der Alterskameraden im Jahr 2010, welche insgesamt ein weiteres Zusammenwachsen deutlich erkennen ließ.