Noch immer müssen Autofahrer kurz vor dem Ortseingang Groß Börnecke auf die Bremse treten. Vor knapp einem Monat hat sich die Fahrbahn abgesenkt, mehrere Löcher im Umfeld der Straße traten auf. Das zuständige Bergamt ist dabei, die Ursachen zu erforschen. Bohrungen sollen Aufschluss über mögliche Hohlräume im Boden geben.

Groß Börnecke. Mitte Januar hat sich die K 1306 zwischen Hecklingen und Groß Börnecke knapp einen Kilometer vor der Ortslage Groß Börnecke auf einer Länge von zehn Metern um etwa einen Meter abgesenkt. Im weiteren Umfeld waren 27 Löcher im Acker aufgetreten. Die Löcher sind bis zu fünf Meter breit und maximal 50 Zentimeter tief. Das zuständige Landesamt für Geologie und Bergwesen hat jetzt eine Firma beauftragt, weitere Untersuchungen vorzunehmen, um die Ursachen herauszufinden.

Die Geologen gehen schon jetzt davon aus, dass die Gründe für die Senkungen im Bergbau zu finden sind. In dem Gebiet bei Groß Börnecke soll Braunkohle Mitte des 19. Jahrhunderts im Tiefbau im Grubenfeld der Grube "Eduard" sehr oberflächennah abgebaut worden sein. Bereits in den 1980er Jahren seien seitens der Bergsicherung viele Hohlräume mit Sand und Kies verfüllt worden. Jetzt soll abgeklärt werden, ob kleinere unverfüllte Stellen unterirdisch möglicherweise doch noch existieren.

Die beauftragte Firma führt Untersuchungen zur "weiteren Erkundung möglicher Resthohlräume im weiteren Umfeld der Straße durch", informierte der Pressesprecher vom Landesamt für Geologie und Bergwesen Dr. Bodo-Carl Ehling. Er sagte weiter, dass unter anderem Bohrungen vorgesehen sind. Darauf aufbauend solle dann ein "Sicherungskonzept" erarbeitet werden.

Wie lange die Arbeiten zur Untersuchung dauern und wann sie starten, kann der Pressestelle zufolge zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Unklar sei weiter, ob und in welchem Umfang der Straßenverkehr von den Arbeiten der Geologen beeinträchtigt sein wird. Im Moment ist der bereoffene Bereich der K 1306 frei. Es gilt aber Tempo 30.