Der gestiegene Grundwasserspiegel sorgt in der Stadt Hecklingen nach wie vor für Probleme. In Schneidlingen stehen Keller unter Wasser. Auch in Cochstedt haben die Anwohner rund um den Goetheplatz damit zu kämpfen.

Groß Börnecke/Schneidlingen/Cochstedt. Wo die Probleme aufgrund des angestiegenen Grundwasserspiegels in der Stadt Hecklingen derzeit am schlimmsten sind, kann Bauamtsleiterin Sigrid Bleile so genau nicht sagen. In den letzten Wochen seien viele Bürger mit ihren Nöten an die Stadt herangetreten, auch auf Ortschaftsratssitzungen wie jüngst in Cochstedt. Außerdem hat die Stadt Fragebögen an alle Haushalte verschickt, um alle Mängel zu erfassen. Über 100 Rückmeldungen sind schon eingegangen.

In Cochstedt sei der Zulauf vor allem aus dem Bereich der Grundstücke rund um den Goetheplatz enorm, so Bleile. Ortsbürgermeister Ulrich Dubiel (CDU) kann das bestätigen. "Das Wasser drückt dort vermehrt in die Grundstücke rein." So schlimm wie in diesem Jahr sei es lange nicht gewesen, ist Dubiel besorgt. Vor allem weil die Ursachen nicht geklärt sind. Es könnte alles mögliche sein, meint der Ortsbürgermeister. Was schuld ist – etwa der Zustand der Gräben oder ein einst veränderter Abfluss – er kann es nicht sagen. Sicher sei aber, so der Ortsbürgermeister, dass in dieser Woche eine Begehung mit der Stadt und dem zuständigen Unterhaltungsverband stattfindet. Erste Maßnahmen, die die Situation möglicherweise entschärfen, könnten das Ergebnis sein, so seine Hoffnung.

Schneidlingen: Häuser in Nordstraße betroffen

Derweil bleibt die Lage auch im benachbarten Schneidlingen nach wie vor angespannt. Fragebögen haben viele Anwohner der Nordstraße zum Rathaus zurückgeschickt. Einer von ihnen ist Otto Liebke. Im Moment steht Wasser auch in seinem Keller. Für den Schneidlinger eigentlich nichts Neues, sondern ein Zustand, der wie er sagt, dass ganze Jahr über immer wieder auftritt. Bei Tauwetter und Regen ist der ältere Mann schon darauf eingestellt. Steht das Wasser auf der gegenüberliegenden Wiese, hat er es auch im Keller. Denn ein eigentlicher Flutgraben, über den die Nässe einst ablaufen konnte, sei vor Jahren geschlossen worden, bedauert Liebke.

In Sorge sind auch Anwohner in Groß Börnecke. Dort hatte das gestiegene Grundwasser sogar die Frage offen gelassen, ob Erdbestattungen auf dem Friedhof überhaupt noch möglich sind. Mit Sicherheit kann die Stadt dazu derzeit aber noch keine Aussage treffen. Experten hatten den Boden untersucht. Eine schriftliche Empfehlung zu den Erdbestattungen steht noch aus.