Den 100. Internationalen Frauentag will die Stadt Staßfurt am 8. März für rund 300 Frauen und Mädchen aus allen Ortsteilen zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen. Die Vorbereitungen dazu laufen derzeit unter der Leitung der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, Christine Fischmann, auf Hochtouren.

Staßfurt. Die eigens dafür gegründete Arbeitsgruppe traf sich gestern gemeinsam mit den Sponsoren und Oberbürgermeister René Zok im Tillysaal des Salzlandtheaters, um die notwendigen Absprachen treffen zu können.

Dabei betonte Fischmann: "100 Jahre Frauentag. Das hat für mich nichts mit Sozialismus oder DDR zu tun, sondern mit Geschichte und Tradition."

Ihren Worten zufolge sollen zum 8. März 300 Frauen und Mädchen aus allen Ortsteilen in das Salzlandtheater eingeladen werden. "Die Karten dafür werden jetzt in den Vereinen und Verbänden, aber auch an andere Frauen, die eine vorbildliche ehrenamtliche Arbeit leisten, weiter gereicht", sagte Fischmann Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Die eigentliche Frauentagsfeier, die von 16 bis 19 Uhr angesetzt ist, werden die Gruppe Mima und die Hengstmann-Brüder aus Egeln mit einem passenden Programm gestalten.

Geplant sei aber auch eine Festrede, mit der der Oberbürgermeister die Verdienste der Frauen und Mütter würdigen wird, sagte Fischmann. Dazu gehört auch die Auszeichnung und öffentliche Ehrung von fünf Frauen der Stadt, die sich in den letzten Jahren stark für ihre Mitmenschen und das Gemeinwohl engagiert haben. Wer auf diese Weise in den Vordergrund gerückt werden soll, wird von den Organisatoren natürlich noch nicht verraten. Schließlich soll die Spannung bis zum Schluss erhalten bleiben.

"Das wird eine gute Veranstaltung", ist die Gleichstellungsbeauftrage der Stadt schon jetzt überzeugt.

Aber ohne die angekündigte finanzielle Unterstützung unter anderem durch die Linken, die Liberalen, die Stadtwerke, den Theaterförderverein, die Wohnungs- und Baugesellschaft sowie die Gaststätte Nimmich wäre diese Jubiläumsfrauentagsfeier nicht möglich.

Gastwirt Burghard Nimmich sicherte zu, der Siegerin eines Gewinnspiels, das während der Feier am 8. März durchgeführt wird, und deren Ehemann an einem Tage ihrer Wahl zu sich in seine Gaststätte in die Neundorfer Straße in Staßfurt einzuladen und ihnen einen schönen Abend zu bereiten.

Der Internationale Frauentag oder Weltfrauentag genannte Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden wird weltweit von Frauenorganisationen am 8. März begangen. Er entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen, weiß das Internet-Lexikon Wikipedia. Zu DDR-Zeiten wurde der Frauentag von jedem Betrieb und jeder Einrichtung groß gefeiert. Die Gaststätten waren dafür nicht nur im März voll ausgebucht.