Staßfurt. Auf der turnusmäßigen Jahreshauptversammlung der Staßfurter Sportschützen stand diesmal auch die Wahl eines neuen Vorstandes an. Da der bisherige Vorsitzende arbeitsbedingt sein Amt niedergelegt hatte, wurde der Rechenschaftsbericht über das abgelaufene Geschäftsjahr von seinem Stellvertreter Karsten Reichenberger abgegeben.

Einleitend informierte der Redner über den aktuellen Mitgliederstand von 62 Schützenbrüdern und -schwestern, davon zwei Jugendliche. "Seit Jahren ist dabei die drohende Überalterung ein großes Problem, denn unser Altersdurchschnitt beträgt 58 Jahre", schätzte er ein. "Das heißt, jeder Einzelne von uns muss sich aktiv für die Nachwuchsgewinnung beim Schießsport einsetzen, um den Bestand unseres Vereins zu sichern", fügte Reichenberger an.

Dann sprach er das Thema Arbeitsstunden für den Verein an, die vor zwei Jahren per Beschluss abgeschafft worden sind. "Ich bin der Meinung, dass wir das hier und heute rückgängig machen sollten und stelle den Antrag, die Arbeitsstunden in Höhe von zehn pro Jahr und Mitglied wieder einzuführen", so der Stellvertreter.

Neben den zahlreichen sportlichen Aktivitäten berichtete der Redner über das umfangreiche Vereinsleben mit den Teilnahmen am Salzland- und Altstadtfest, dem Sankt Barbara-Tag, dem Tag der offenen Tür bei RiRo Speiseservice und dem THW, der Durchführung des ersten Staßfurter Schützenfestes und des traditionellen Bürger-Pokalschießens sowie der Königsproklamation und einer Weihnachtsfeier.

Diese Höhepunkte sollen auch 2011 fortgeführt werden und um einige Veranstaltungen erweitert werden, so zum Beispiel ein Ostereier-Spaßschießen, ein Bratwurstschießen für jedermann und ein Wettbewerb mit der Laserpunktarmbrust auf einen Wurstfaden.

Nach den folgenden Berichten des Schatzmeisters, der Revisionskommission und des sportlichen Leiters wurde in der anschließenden Diskussion dem Antrag auf Wiedereinführung von Arbeitsstunden mehrheitlich zugestimmt.

Die Wahl des neuen Vorstandes erfolgte dann in geheimer Abstimmung. Beim Vereinsvorsitzenden konnte sich Kathrin Strehmel mit 32 Stimmen gegen Bernd Neumann, der zwölf Stimmen erhielt, durchsetzen. Karsten Reichenberger als zweiter Vorsitzender, Susanne Fried als Schatzmeister, Karsten Schwerd als sportlicher Leiter, Herbert Kühne als Schriftführer und Hannelore Rieß als Damenleiterin bekamen jeweils 43 von 44 möglichen Stimmen.