Auf dem Areal zwischen der Basilika und dem Stadtschloss in Hecklingen hat sich in zurückliegenden Jahren allerhand getan. Ein Schloss- park wurde neu angelegt. Im Moment sind die Arbeiten zur Neugestaltung eines Klostergartens in vollem Gange.

Hecklingen. "Ein einladender Raum, der zum Verweilen einlädt und für die Öffentlichkeit zugänglich sein soll." Pfarrer Christfried Kulosa umschreibt die Idee hinter dem Projekt "Klostergarten" in Hecklingen. Ihm ist viel daran gelegen. Schon vor Jahren sei das Vorhaben angeschoben, Pläne seien geschmiedet worden. Mittlerweile nehme das Konzept Gestalt an. "Ich bin recht zufrieden", lobte Kulosa das Fortschreiten zur Umsetzung der Maßnahme.

"Ein einladender Raum, der zum Verweilen einlädt und für die Öffentlichkeit zugänglich sein soll."

In diesem Sommer wird sich der Klostergarten Besuchern in seiner vollen neuen Schönheit zeigen. Arbeiten dazu laufen derzeit auf Hochtouren. Zum einen werden die alten noch erhaltenen Klostermauern ausgebessert. Dazu gehört das Ausschlagen alter Fugen und ihre Erneuerung. Zudem ist auf dem Klostergelände ein neuer Kreuzweg angelegt worden.

Wer den Kreuzweg nutzt, wandelt außerdem auf den Spuren der Stadtgeschichte. Zwei Grabdenkmäler befinden sich auf einem alten angrenzenden Friedhof in unmittelbarer Nähe.

Einerseits handelt es sich um die Grabstätte der Familie von Trotha, deren Name seit Jahrhunderten unmittelbar mit der Historie des Ortes Hecklingen verbunden ist. Zudem ist die Grabstätte einer Familie Dannenberg erhalten geblieben. Die Gewölbe stammen vermutlich aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Derzeit werden kleine Ausbesserungsarbeiten zur Pflege am Bruchsteinmauerwerk der Gräber durchgeführt.

Die Maßnahmen der letzten Wochen haben zudem kleinere historische Entdeckungen zu Tage gebracht. Wie ein Projektleiter der Maßnahme vor Ort mitteilte, sei man beim Sieben von Erde auf kleinere fossile Funde wie Münzen oder Knöpfe gestoßen.

Außerdem wurden rund um den Kreuzweg Grünflächen neu angelegt. Und noch mehr: Im Rahmen der Klostergarten-Neugestaltung ist eine direkte Verbindung zwischen Stadtschloss und Basilika geschaffen worden. Ein zuvor verschlossener Zugang öffnet sich. Schon jetzt ist der Anschluss da. Wenn alles fertig ist, sollen im Sommer noch Bänke aufgestellt werden. Auch aus Sicht der Stadt alles in allem eine gelungenes Gesamtprojekt, das ohne die baubegleitende Unterstützung von Mitarbeitern der ÖSEG, die über das Projekt der Bürgerarbeit involviert waren, nicht möglich gewesen wäre.

Mit der Neugestaltung des Klostergartens entstehe im Ortskern für die Hecklinger "ein Ruhepol", nennt die Leiterin des Bau- und Ordnungsamtes der Stadt Hecklingen Sigrid Bleile die Vorzüge der neuen Anlage.

Vor allem für ältere Bürger sei der Platz im Sommer unter alten Bäumen inmitten der historischen Anlage ideal. "Ein ruhiges Fleckchen, wo sie sich gut erholen können", meinte Bleile.

 

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