Giersleben. Mit einem Glas Sekt wurden die zahlreich erschienenen Gäste zur Jubiläumsveranstaltung, dem 20-jährigen Bestehen des Schützen- vereins Union Giersleben 1991, begrüßt. Und der Vereinsvorsitzende, Gerhard Bochnig, erinnerte in seiner Festrede an die Höhepunkte des Vereins, dem er seit seiner Gründung vorsteht.

"Am 19. März 1991 haben 14 am Schießsport Interessierte den Verein gegründet", so der Vereinschef. Im Herbst 1991 seien es schon 21 Mitglieder und einige Monate später schon 26 gewesen. Getreu dem Gründungsmotto sei zielstrebig gearbeitet und mit enormen Anstrengungen die Schießanlage errichtet worden. 1993 sei der Schießstand, als erster im damaligen Kreis Aschersleben, genehmigt worden. 2001 hatte der Verein mit dem Bau einer Luftgewehr-Schießanlage mit vier Ständen mit Scheibenzuganlage begonnen. 2002 wurde die Anlage fertiggestellt und 2009 ist die Halle des Kleinkaliberschießstandes abgerissen und erneuert und noch im selben Jahr wieder eingeweiht worden.

Im September 1991 wurde die alte Tradition - das Adlerschießen -wieder ins Leben gerufen. "Das ist seitdem einer der Höhepunkte beim jährlichen Dorf- und Vereinsfest", erklärte Bochnig. "Für unsere Baumaßnahmen haben wir außer Sponsorengelder keine Fördermittel in Anspruch genommen", stellte Bochnig fest. Im Jahr 1993 war die Weihung der Vereinsfahne mit einem großen Festumzug verbunden und ist zur Tradition geworden. "Die drei Fahnen des alten Schützenvereins sind nach Kriegsende 1945 verbrannt. Die alte Königskette konnte bisher nicht ausfindig gemacht werden", bedauerte Bochnig. Im Gierslebener Schützenverein wird viel Wert auf Tradition gelegt. So ist beim jährlichen Königsschießen die alte Bezeichnung Vereinskönig, Kleiner König und Prinz für die drei Erstplatzierten übernommen worden. Der jetzt amtierende Vereinskönig ist Bernhard Sack, Kleine Königin ist Yvonne Kaboth, der Prinz heißt Holger Wittig. Dieses gehütete Geheimnis ist während der Jubiläumsfeier gelüftet worden. Sie müssen im Juni ihre Titel wieder verteidigen.

Der Vereinschef konnte auch auf viele gute Erfolge bei Wettkämpfen verweisen. Viel Lob gab es für die drei Frauen des Vereins, die im Luftgewehrschießen den Kreispokal gewannen. Beim Kreispokalschießen der Vereinsvorsitzenden konnte unter neun Teilnehmern ein guter dritter Platz belegt werden, so der Festredner. Wie Bochnig abschließend erklärte, sei der Verein jeder Zeit bereit, neue Mitglieder aufzunehmen, besonders gern junge Leute und Jugendliche. "Ein Großteil von uns ist nämlich schon ziemlich alt", stellte Bochnig fest. Der Festrede schloss sich eine große Schar von Gratulanten an.