Staßfurt. Die Bauarbeiten zur Errichtung einer Hochwasserschutzwand am Bode-Ufer haben begonnen. Im Bereich Neue Welt werden derzeit gut sechs Meter lange Spundbohlen an der Böschungskante in den Boden gepresst – dies weitgehend ohne Erschütterungen. Anschließend werden die Bohlen verschalt und mit Beton ausgegossen. "Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, wie die Hochwasserschutzmauer einmal aussehen wird, der kann sich die baugleiche Mauer in Hoppenstedt (Harz) an der Ilse anschauen", erklärt Edmund Werner, Flussbereichsleiter beim Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft.

Die Baumaßnahmen werden voraussichtlich bis zum Ende des Jahres andauern. "Vorausgesetzt wir bleiben vom Frühjahrshochwasser verschont", so Werner. Wegen eines zu hohen Wasserpegels musste der Baubeginn im Dezember des vergangenen Jahres schon einmal verschoben werden. Nun ist der Anfang gemacht.

Knapp zehn Jahre hat es gedauert, das Hochwasserschutzkonzept in die Tat umzusetzten. Die Notwendigkeit wurde im Zuge des Aprilhochwassers 1994 deutlich. Aus einer sich anschließenden Flussgebietsstudie resultierte der "Hochwasseraktionsplan Bode", der die Grundlage für die nun zu errichtende Spundwand darstellt. Langwierige Streitigkeiten mit Anwohnern der Neuen Welt verzögerten das Bauvorhaben. Doch nun ist letztlich Baubeginn.

Finanziert wird das rund 850 000 Euro teure Vorhaben zum größten Teil durch EU- Fördermittel und eine Co-Finanzierung des Landes. Die Stadt Staßfurt muss keinen finanziellen Eigenanteil einbringen.