Etgersleben. Alles ist in einem zarten Grünton gehalten. Es riecht frisch gestrichen. Der Raum ist hell und freundlich. Und schon bald wird es nicht mehr so ruhig dort sein, denn dann zieht Kinderlachen durch den Raum. Die Kita "Rappelkiste" in Etgersleben wird in diesen Tagen erweitert. Grund sind die stetig wachsenden Kinderzahlen in der Einrichtung.

"Wir haben mit 42 Kindern angefangen. Zweimal musste die Gesamtkapazität schon erhöht werden. Wir freuen uns, dass wir jetzt 80 Kinder in unserer Einrichtung betreuen dürfen. Genauso glücklich sind wir darüber, dass wir jetzt einen zusätzlichen Raum bekommen haben", erklärt die Leiterin der Kita, Uta Vollrath.

Neue Gruppe in der Rappelkiste

Mit dem neuen Raum in der Kindereinrichtung entsteht auch eine neue Gruppe: die Froschgruppe. Kinder im Alter von vier bis fünf Jahren gehören dieser dann an. Die Kinder haben sich den Namen ausgesucht. Denn sie wünschten sich das Thema Wald für ihren Gruppenraum. So wird es einen großen Baum mit Lichtreflexen geben. Außerdem wird ein Waldhaus mit Terrasse (Spielhaus mit Puppenecke) eingerichtet, dass zum Spielen dient. Und da es im Wald eher ruhig zugeht, ist auch eine kleine Kinder-Bibliothek mit Kuschel-ecke geplant.

Zum Raum der Abc-Gruppe, den künftigen Schulkindern, wird es einen großen Durchbruch geben. Die Türen stehen offen. Die Abc-Gruppe konzentriert sich auf das Thema Bauen. Und auch die Tür zum Hausaufgabenzimmer bleibt offen. Dort sind Spielen, Malen und CD-Hören angesagt. "Die Gruppen sind offen. So können die Kinder entscheiden, wo sie spielen, sich aufhalten oder kreativ werden", erklärt Uta Vollrath weiter.

Kristin Wölfer im Team der Kita

Und natürlich braucht die Froschgruppe auch eine Erzieherin. Das ist Kristin Wölfer aus Meisdorf. Die angehende Sozialpädagogin hat an der Berufsakademie in Potsdam den Studiengang "Bildung und Erziehung in der Kindheit" gewählt und schreibt gerade an ihrer Bachelor-Arbeit. Das Thema: Kneipp in der Kita. Da ist sie natürlich in Etgersleben genau an der richtigen Stelle. In ihrer Arbeit vergleicht sie eine Kneipp-Kita mit einer "normalen" Einrichtung. Dabei nimmt sie den Krankenstand genau unter die Lupe und hat Fragebogen für Eltern entwickelt, die Aufschluss über gesunde Ernährung, Bewegung und vieles mehr geben sollen.

Während ihres Studiums absolvierte Kristin Wölfer einige Praktikas in der Kita. Auch ihr freiwilliges soziales Jahr machte sie in der Einrichtung. "Kristin hat bereits die Annerkennung als Fachkraft vom Landesjugendamt. In Kürze wird sie ihre Bachelor-Arbeit abschließen und dann den Abschluss als Sozialpädagogin erhalten. Wir freuen uns, dass wir unser Team mit Kristin erweitern können", erklärt die Leiterin der Einrichtung.

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