Hohenerxleben/Staßfurt. Dass zur Jahreshauptversammlung der mittlerweile zehn Jahre existierenden Jagdgenossenschaft Staßfurt nur sechs von 40 Mitgliedern, also Bodeneigentümer erschienen waren, wertete Vorsitzender Siegfried Klein Freitagabend in Hohenerxleben als Vertrauensbeweis gegenüber den Jagdpächtern. Er selbst bedankte sich im Namen der Landwirte, dass es so gut wie keine Wildschäden zu beklagen gebe auf der gut 1000 Hektar großen bejagbaren Fläche um und auch in Staßfurt.

Hans Lang informierte über die Aktivitäten der Waidgenossen, sprich acht Pächter und zwei Inhaber von Begehscheinen. Die "Abschussliste" war im Jagdjahr 2010/11 weitaus kleiner, als was Fahrzeuge zur Strecke brachten. Demnach habe man "46 Kreaturen von der Straße holen müssen", darunter elf Rehe, acht Hasen, sechs Steinmarder und zwölf Katzen. "Es ist nicht unsere Aufgabe, den Abdecker zu spielen", bemerkte er dazu noch. Geschossen wurden unter anderem drei Rehe, vier Füchse und zwei Waschbären.

Waidgenosse Wolfgang Steinbeck erklärte, dass die Zahl des Unfallwildes beim Reh stark zurückgegangen sei in den vergangenen Jahren. So habe man 2008/09 noch 16 Stück gezählt, 2009/10 gar 23.

Als diesbezügliche Unfallschwerpunkte stehen nach wie vor der Butterweckerweg und die Hecklinger Straße zu Buche, was der Stadtverwaltung bereits im vergangenen Jahr mitgeteilt worden sei mit der Bitte um Aufstellung entsprechender Warnschilder – bisher ohne Erfolg.