Wolmirsleben. Schon 2008 hat es die ersten Planungen zum Ausbau der Ernst-Wille-Straße in Wolmirsleben gegeben. Diese wurden nun wieder aufgenommen. Nach Ostern soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Gerechnet wird mit einer Bauzeit von fünf Monaten. Bauplaner Peter Schöler stellte kürzlich das Vorhaben den Gemeinderäten und zahlreichen Bürgern sowie Anwohnern vor.

Bei der Ernst-Wille-Straße handelt es sich um eine sogenannte Wohn-Sammel-Straße mit einer Länge von 335 Metern. Hinzu kommt ein kleiner Anliegerweg von rund 85 Metern. "Die gesamte Größe des Straßenausbaus beträgt rund 4400 Quadratmeter", erklärte Peter Schöler. Zurzeit ist die Straße noch mit Natursteinpflaster belegt. Teilweise durchziehen Bitumenstreifen die Fahrbahn. "Diese stammen von der Verlegung von Versorgungsleitungen. Man hat die Fahrbahn nicht wieder in ihrer ursprünglichen Form hergestellt. Dadurch hat die Straße in den vergangenen Jahren auch einige Schäden bekommen", so Schöler weiter. Die Fußwege seien allerdings in einem noch recht akzeptabelen Zustand. Teilweise findet man aber unbefestigte Stücke vor. Vorhandene Grünflächen sind sehr großzügig angelegt und sollen auch erhalten bleiben. Auch die alte Eiche, die in der Ernst-Wille-Straße steht, soll dort bleiben.

Änderungen wird es jedoch bei der Straßenbeleuchtung geben. "Teilweise wurden dort unterschiedliche Lampen verwendet. Auch die Abstände sind an manchen Stellen zu groß. Das wird geändert", erklärte Peter Schöler weiter. Und auch bei der Entwässerung in der Straße soll sich etwas tun. Teilweise wird jetzt das Oberflächenwasser über private Grundstücke geleitet. Ein einheitliches System soll Abhilfe schaffen. Ebenso haben Versorgungsträger angekündigt, dass sie im Rahmen der Baumaßnahmen Leitungen erneuern wollen.

Dörfliche Struktur der Straße erhalten

Die Sanierung der Straße wird ganz im Zeichen der Dorferneuerung stehen. Deren Ziel ist es jedoch, die dörfliche Straßenstruktur zu erhalten. Daher wird Natursteinpflaster verwendet. Ebenso muss die Regenentwässerung über offene Straßenrinnen gewährleistet werden. Ein weiterer Punkt ist die Erhaltung des Straßenbegleitgrüns. Für die alte Eiche gibt es eine gute Verwendung. Sie wird zu einer Art Mittelpunkt. Dort soll eine Ruhezone entstehen. Geplant ist es, an dem Baum Bänke aufzustellen. Wege sollen dort hin führen.

Eine Baugrunduntersuchung hat es schon gegeben. Diese hat ergeben, dass teilweise Schwemmsand unter der bestehenden Fahrbahn ist. Das heißt, dass der Untergrund verdichtet werden muss.

Die Ernst-Wille-Straße soll auch optisch an die Lange Straße angepasst werden. Die Fahrbahnbreite wird fünf Meter betragen. "Teilweise wird es aber auch Stellen geben, die schmaler sind. Das liegt einfach daran, dass dort der Fußweg verlaufen wird", machte Schöler deutlich. Der Gehweg wird einseitig verlaufen.

Das Straßenpflaster, das im Zuge der Baumaßnahmen aufgerissen werden muss, wird allerdings nicht weggeworfen. "Wir rechnen damit, dass wir 50 Prozent des Pflasters wieder nutzen können. Zum einen sparen wir damit Kosten. Außerdem wird dann ein weiterer Punkt der Dorferneuerung erfüllt", so Peter Schöler weiter.

Der Anliegerweg soll zudem befestigt werden. Dafür werden Spurwegplatten verwendet. Rund 190 Quadratmeter sind dafür eingeplant. Insgesamt, erklärte Planer Peter Schöler, werden 1250 Quadratmeter Betonpflaster, 800 Quadratmeter Natursteinpflaster, 200 Quadratmeter Kleinpflaster und 670 Natursteingosse bei der Sanierung der Ernst-Wille-Straße verbaut. Zudem entstehen 1300 Quadratmeter Grünfläche.

Die gesamten Baukosten belaufen sich geschätzt auf rund 373 000 Euro. 225 000 Euro gibt es als Zuwendung vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF).