Staßfurt (dw). Die Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit in Staßfurt hat ihren positiven Trend bei der Arbeitsmarktentwicklung seit Jahresbeginn auch im März fortsetzen können. Die Quote liegt derzeit bei 15,6 Prozent, im Februar waren noch 16,5 Prozent zu verbuchen. Insgesamt waren im März 2891 Menschen ohne Beschäftigung, 239 weniger als im Vormonat. Einem Abgang von 997 Arbeitslosen steht ein Zugang von 678 entgegen. Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 2759 Arbeitslosmeldungen und 2610 Abmeldungen bei der Staßfurter Arbeitsverwaltung, die zur Hauptagentur Sangerhausen gehört.

Indikator für die Entwicklung sind auch die gemeldeten Stellen. Uta Mayer, Sprecherin der Agentur in Sangerhausen, sagt, dass Staßfurt im Vergleich des gesamten Agenturbezirks hier eine Vorreiterrolle mit einnehme. Der Bestand der Arbeitsstellen sei im März um 31 auf 167 gestiegen. In Aschersleben gibt es 134 offene Stellen im Bestand, 76 sind davon neu. Uta Mayer wirft aber ein, dass es zum Teil schwer sei, die Arbeitsplätze mit den zur Verfügung stehenden Arbeitslosen zu besetzen, da die Unternehmen sehr spezifische Anforderungen voraussetzen würden. "Ziel der Arbeitsvermittlung ist es, jede Stelle zu besetzen", sagt die Pressesprecherin. Dafür gebe es verschiedene arbeitsmarktpolitische Instrumente. So biete man verstärkt Qualifizierungen an. Außerdem könnten potenzielle Stellenbesetzer Trainings beim Arbeitgeber absolvieren. Möglich sei zudem, dass die Agentur Minderleistungen durch einen Eingliederungszuschuss ausgleiche, mit dem Firmen die Arbeitslosen für ihre Belange vorbereiten könnten. Uta Mayer: "Das passiert nicht willkürlich, sondern in individueller Beurteilung von Unternehmen und Arbeitssuchendem. Denn hinter allem muss die Integration in den ersten Arbeitsmarkt stehen."

Im Altkreis Aschersleben-Staßfurt gibt es aktuell Arbeitsstellen für Schlosser, Elektriker, Lagerarbeiter, in den Gesundheitsberufen und in der Gastronomie.