Magdeburg/Staßfurt (kae). Die Nervosität war dem 20-jährigen Florian Palatz deutlich ins Gesicht geschrieben, als er am Gründonnerstag vor mehr als 100 Zuschauern sein Bühnen-Debüt in der Grünen Zitadelle Magdeburg gab. "Was sich liebt, das sinkt" lautet der Titel seines ersten eigenen Stand-Up-Klavier-Kabaretts, das die Geschichte eines jungen Paares erzählt, das sich zunehmend entfremdet, bis die Beziehung schließlich in die Brüche geht.

"Eigentlich war das Stück als Wechselspiel und -gesang mit einem weiblichen Gegenpart konzipiert", erklärt der junge Hecklinger und ehemalige Staßfurter Schüler. Nur leider habe seine Bühnenpartnerin eine Woche vor der Premiere und nach wochenlangen Proben kurzfristig abgesagt. "So ist aus der Not heraus ein Solostück geboren", erklärt Barbara Schuboe, welche die Regie des Stückes führt.

Auf der Bühne hat zweifelsohne eine Partnerin zur Auflockerung des Stückes gefehlt. Für den 20-Jährigen war es ein hartes Stück Arbeit, 70 Minuten allein die Bühne zu füllen und das Publikum entsprechend zu unterhalten.

Dennoch konnte der junge Mann vor allem gesanglich überzeugen. "Er hat eine sehr schöne Musical-Stimme", findet Jana Hackbusch, Besucherin des Stückes. Spielerisch sei es der Magdeburgerin oftmals zu überspitzt gewesen. "Und es wirkte hin und wieder auch sehr einstudiert", findet die junge Frau. Das habe aber gewiss daran gelegen, dass es sein Bühnen-Debüt war. "Ich denke, er hat unheimlich viel Potential."

Und kaum ist das erste Stück über die Bühne gebracht, arbeitet Florian Palatz auch schon an einem neuen – ein Musical.