Förderstedt/Üllnitz. Der Ortschaftsrat Förderstedt hat der Verpachtung der Bade- anstalt Albertinesee zwischen Förderstedt und Üllnitz an den Gastwirt Enrico Loos in seiner jüngsten Sitzung im Feuerwehrdepot Üllnitz zugestimmt. Dafür sprachen sich fünfzehn Ortschaftsräte aus. Einer ent-hielt sich der Stimme.

Eine ähnliche Konstellation gebe es auch am Löderburger See. "Das läuft ganz gut, auch die Zusammenarbeit", schätzte der stellvertretende Oberbürgermeister Hans-Georg Köpper ein und kündigte an, die Kommune werde die wesentliche Dinge finanzieren, die zur Saisonvorbereitung notwendig seien.

Dem Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Förderstedt, Hans-Jürgen Lärz, fiel beim Blättern in der Beschlussvorlage auf, dass vertraglich nicht vorgesehen sei, den Förderstedter Feuerwehr-Kameraden weiterhin kostenlos die Badbenutzung zu ermöglichen.

"Von meiner Seite aus gibt es da keine Einwände", sagte Loos und fügte hinzu: "Wir werden den Feuerwehrleuten den Zutritt kostenlos erlauben."

Den Antrag zur Übernahme des Bades hatte Loos, der bereits seit zwei Jahren als Pächter und Inhaber der Bad-Gaststätte tätig ist, am 9. Januar gestellt. Inzwischen hat er auch eine entsprechende Konzeption vorgelegt, teilte die Verwaltung mit.

Zur Übernahme des Bades wurden zwei Vertragsentwürfe verhandelt. Neben dem zur Übernahme des Betriebes des Bades "Albertinesee" zum 1. Juni dieses Jahres lag den Abgeordneten auch der Entwurf eines Pachtvertrages vor. Der Badbetrieb soll so weitergeführt werden, dass der Haushalt der Stadt Staßfurt nicht belastet wird.

Loos verwies darauf, dass sich die Besucherzahlen seit der Übernahme der Gaststätte durch ihn kontinuierlich erhöht hat. Das führte er auf seine ständige Anwesenheit und seine freundliche Art zurück.

Von der Pacht des gesamten Objektes verspricht sich der Gastwirt bessere Möglichkeiten zur Nutzung des Sees und eine weitere Verbesserung des Gaststättenbetriebes.

"Für den reibungslosen Weiterbetrieb des Albertinesees Förderstedt erwarte ich von der Stadt Staßfurt keine finanzielle und personelle Unterstützung. Alle erforderlichen finanziellen Ausgaben zum Erhalt werden durch die Einnahmen der Eintrittsgelder und des Gaststättenbetriebes abgewickelt", schrieb Loos in seiner Bewerbung. Darin kündigte er auch an, das Personal der Gaststätte bei Bedarf durch weitere Mitarbeiter zu verstärken, um einen reibungslosen Ablauf am Albertinesee zur Zufriedenheit der Badegäste bieten zu können.

Sein Ziel ist es, die Attraktivität dieser beliebten Freizeiteinrichtung für Jung und Alt weiter zu entwickeln. So will Loos laut seiner Konzeption zum Beispiel die Öffnungszeiten entsprechend den Witterungsbedinungen an den Bedarf anpassen und die Eintrittspreise weiterhin günstig gestalten.

Vorgesehen sind auch zahlreiche Veranstaltungen wie Schwimmfeste, Ferienlager, Konzerte, auch unter Einbeziehung örtlicher Vereine und attraktive Angebote für Schulklassen sowie Kinder- und Jugendgruppen.

Darüber hinaus will sich Loos darum bemühen, dass das Bad von den Sozialschwachen mit Hilfe des Ferienpasses der Stadt kostenlos genutzt werden kann. Der Kommune bietet der Unternehmer zugleich an, sich zu verpflichten, bei der Überwachung des Wasserstandes am See mitzuwirken.

Bevor der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am 19. Mai seine abschließende Entscheidung zur Verpachtung der Badeanstalt trifft, wird sich am 4. Mai der Ausschuss für Kultur, Bildung und Sport noch einmal mit diesem Sachverhalt befassen.