Ohne das Engagement von Sponsoren und Helfern ist der Betrieb der Hecklinger Tafel nicht möglich. Das hat eine Dankeschön-Veranstaltung am Sonnabend im Stadtsaal "Stern" rund 60 Teilnehmern gezeigt.

Hecklingen. Der Bedarf der Tafelleistungen ist in der Stadt Hecklingen in den letzten fünf Jahren größer geworden. Waren mit Beginn der Tafel anfangs wöchentlich noch rund 250 bedürftige Menschen auf die Lebensmittelbeutel angewiesen, kommen im Moment 280 bis 300 hilfebedürftige Bürger. "Für eine kleine Stadt ist das eine große Zahl. Das stimmt uns immer wieder traurig", stellte Heike Ursel-Weishaupt mit Bedauern fest. In ihrer Ansprache, die die Hauptamtsleiterin der Stadt Hecklingen als Stellvertreterin des Bürgermeisters übernahm, weil dieser sich im Krankenstand befindet, sagte sie weiter: "Wir blicken heute auf fünf Jahre Tafel zurück. Auch mit einem weinenden Auge, dass eine Einrichtung dieser Art heute überhaupt nötig ist." Sicher sei: Nur mit der Unterstützung der Mitarbeiter, Ehrenamtlichen und der Sponsoren, die finanziell oder mit Sachspenden helfen, sei der Betrieb möglich. Weishaupt ging zudem auf den Werdegang der Einrichtung ein. 2006 auf Initiative der Stadträte Charlotte Freist und Ethel-Maria Muschalle-Höllbach ins Leben gerufen, habe die Stadt die Trägerschaft der Tafel im Jahr 2009 übernommen, nachdem der Initiativkreis Staßfurt Insolvenz anmelden musste.

Seitdem kommen Bürger aus Hecklingen, Groß Börnecke, Schneidlingen und Cochstedt zur Tafel. Auch rund 40 Bürger der Gemeinde Giersleben werden derzeit versorgt, obwohl die Gemeinde seit 2010 nicht mehr zur Stadt Hecklingen gehört.

Gegen einen kleinen Obolus werden von der Tafel Lebensmitteltüten vergeben, kostenlos gibt es je nach Angebot Kleidung, Bücher, Spielzeug oder Haushaltsgegenstände. Ferner wird viel für die Kinder der armen Menschen getan. Ob zur Einschulung oder zum Nikolaus – Die Mitarbeiter sind bemüht, den Mädchen und Jungen mit kleinen Überraschungen eine Freude zu bereiten. Tradition hat auch eine Weihnachtsfeier für die Kleinen.

Um die Kinder drehte sich daher am Sonnabend gleichfalls alles. "Auch auf unserer Veranstaltung heute wollen wir sie in den Mittelpunkt stellen. Das ist das Hauptziel", sagte Weishaupt. Zur Freude vieler Mädchen und Jungen waren vor dem Stadtsaal Hüpfburg und Malstraße aufgebaut.

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