Am 1. Juli beginnt in der Egelner Mulde die Bürgerarbeit. Allein auf der Wasserburg Egeln werden 42 Arbeiter eingesetzt. In der Gemeinde Bördeaue ist man jedoch mit diesem Start des Projektes unzufrieden.

Unseburg. Mit der momentanen Situation der Bürgerarbeit in der Egelner Mulde sind der Gemeinderat Bördeaue und der Bürgermeister Peter Fries nicht ganz so zufrieden. Eigentlich hatte man sich dieses Projekt etwas anders vorgestellt.

"Ungefähr 50 Bürger waren bei mir in der Sprechstunde und bekundeten ihr Interesse an der Bürgerarbeit. Damit wollten sie ihre Situation verbessern. Zum überwiegenden Teil waren die Bürger über 50 Jahre alt", erklärt Peter Fries dazu. Auch er und sein Gemeinderat stehen der Bürgerarbeit sehr positiv gegenüber. Schließlich biete sie Bürgern eine Chance und wirke sich auch positiv auf die Orte aus. Doch für die Gemeinden Unseburg und Tarthun sind derzeit noch keine Projekte vorgesehen. Am 1. Juli beginnen 42 Bürgerarbeiter auf der Wasserburg in Egeln und 13 im Industriedenkmal Alte Ziegelei in Westeregeln. "Als Hauptprojekt wurde die Wasserburg in Egeln festgelegt. Alle Stellen, an denen Bürgerarbeiter eingesetzt werden, sollten also einen Bezug zur Wasserburg haben. Fast jeder Ort hat in irgendeiner Weise diesen historischen Bezug zur Burg. Auch Vereine aus der Gemeinde Bördeaue haben daher Anträge gestellt. Teilweise wurden diese aber schon abgelehnt", macht Peter Fries deutlich. Fries habe nach einem Gespräch mit dem Jobcenter der Verwaltung die Probleme aufgelistet. Darauf habe man aber nur teilweise reagiert. Dass die Wasserburg als Hauptprojekt angenommen wird, ändere ja einiges an der Situation, so die Argumentation.

Regelmäßige Treffen mit Jobcenter

"Für uns ist das ein unbefriedigender Jetzt-Zustand. Daher hat es auf meine Initiative bereits ein Treffen mit dem Jobcenter, der ÖSEG und den Bürgermeistern gegeben, bei dem genau diese Probleme angesprochen wurden. Solche Treffen sollen in kurzen Abständen wiederholt werden", erklärt der Bürgermeister weiter.

Auch die Gemeinde Bördeaue hat bei der Zahlung der Umlage an die Verbandsgemeinde, Gelder für 17 Bürgerarbeiter in der Gemeinde eingestellt. "Die Verbandsgemeinde lebt von den Umlagen der Kommunen. Da kann es aber nicht sein, dass nur die Hälfte der Mitgliedsgemeinden davon profitiert. Die Zahlung darf keine Einbahnstraße sein", macht Fries deutlich. Es stehe ganz außer Frage, dass die Wasserburg in Egeln ein wichtiger Ort in der Egelner Mulde sei. Allerdings sollte es trotzdem Synergieeffekte für alle Orte geben. "Ich habe bereits aus dem Gemeinderat Bördeaue das Signal zur Unterstützung bekommen, dass ich eine Rückzahlung des Geldes fordere, wenn keine Bürger aus Unseburg und Tarthun bei der Bürgerarbeit berücksichtigt werden", erklärt Fries. Der Bürgermeister ist aber guter Hoffnung. Denn die Zusammenarbeit mit dem Jobcenter und der ÖSEG, die beauftragt wurde, das Projekt verwaltungstechnisch und organisatorisch zu betreuen, funktioniere gut. Doch es sei die Bundesanstallt, die Projekte genehmigt.

Insgesamt sind 120 Personen für die Bürgerarbeit in der Verbandsgemeinde Egelner Mulde vorgesehen.