Die Stadt Staßfurt baut noch in diesem Jahr die Nebenanlagen der Üllnitzer Straße in Förderstedt aus. Das Vorhaben ist mit rund 250 000 Euro veranschlagt, sagte die Sachbearbeiterin für den Tiefbau, Angela Woydich, Dienstagabend bei der Vorstellung des Projektes im Rathaus.

Von René Kiel

Förderstedt. Wenn alles glatt laufe, könne der Baubeginn am 15. Juli erfolgen. Der Abschluss der Maßnahme sei für den 15. November geplant, sagte die Mitarbeiterin. Die Terminverschiebung begründete sie mit der Kamerabefahrung. Diese sei notwendig gewesen, um den Zustand des Regenwasserkanals beurteilen zu können, sagte Woydich. Durch den hohen Wasserstand sei das jedoch nicht eher möglich gewesen. Möglich werde das Ganze, weil die Kommune noch im Förderprogramm der städtebaulichen Sanierung sei, sagte der Magdeburger Architekt Matthias Fürste. Aus diesem Topf habe die Gemeinde bislang 3,8 Millionen Euro verbauen können. Die Üllnitzer Straße werde die letzte Maßnahme sein.

Ursprünglich habe die Stadt Staßfurt vorgehabt, bei diesem Projekt mit dem Landesbaubetrieb zusammenzuarbeiten, da es sich hier um eine Landesstraße handele. Das Land könne aus finanziellen Gründen den Straßenbelag nicht erneuern. Dafür habe sich aber der Wasser- und Abwasserverband "Bode-Wipper" Staßfurt bereit erklärt, im Abschnitt vom Landhaus bis zum sozialen Wohnungsbau eine neue Trinkwasserleitung zu verlegen. Wie Fürste weiter informierte, solle der Ausbau der Nebenanlagen in mehreren Abschnitten erfolgen. "Wir werden die Fußwege erneuern und die Bordanlagen komplettieren", kündigte der Planer an. Geplant sei ein kombinierter Geh- und Radweg. Vorgesehen sei auch die Erneuerung der Straßenbeleuchtung und der Abriss der alten Beton- und Stahlgittermasten.

In diesen Bereichen werde die Versorgung der Grundstücke mit Elektroenergie künftig über Erdkabel erfolgen, sagte Woydich. Zurzeit gebe es jedoch noch Probleme mit der Übernahme des EonAvacon-Netzes durch die Stadtwerke Staßfurt. Das städtische Unternehmen werde aber eine Lösung finden, sagte Woydich. "Die Umschlussarbeiten können kurzfristig erfolgen", fügte sie hinzu. Das sei für die betreffenden Grundstücksbesitzer mit Kosten verbunden.

Für diese Investition müssen alle Hauseigentümer in Förderstedt, wo es regelmäßig wiederkehrende Straßenausbaubeiträge gibt, in diesem Jahr mit einem Beitragssatz von 24 Cent je Quadratmeter Grundstücksfläche rechnen, sagte der Mitarbeiter der Verwaltung Rüdiger Siemß. Für ein eingeschossiges Einfamilienhaus mit 500 Quadratmeter-Grundstück seien das 150 Euro.

Während sich das Ortschaftsratmitglied Hans-Jürgen Lärz (CDU) und Rainer Horn lobend über die Pläne äußerten, forderte Karl Seidel, dass der Triftweg auf Vordermann gebracht werden müsse. Letzteres sei zurzeit aus finanziellen Gründen nicht möglich, sagte Lärz.

Ein Anwohner verlangte Kontrollen in der tagsüber als Tempo-30-Strecke ausgewiesenen Straße, um rasenden Lkw Einhalt gebieten und die Häuser vor Schäden schützen zu können.