Tiger und Schlangen gehören in Indonesien zum Alltag wie Reis zu den täglichen Gerichten. Die Schüler der Freien Sekundarschule Güsten erfuhren bei ihrem Internationalen Tag und Frühlingsfest gestern viele spannende Dinge mehr von Hadi, einem Studenten aus dem südostasiatischen Land.

Güsten. Internationale Küche war mal wieder angesagt, und verschiedensprachige Lieder und Tänze, als gestern fünf Studenten der Fachhochschule (FH) Anhalt aus Bernburg-Strenzfeld in der Schule weilten. Von Verständigungsproblemen keine Spur. "We have a lot of snakes in our yard", hörte Maggy aus Schackstedt ihr Gegenüber Hadi aus Indonesien erzählen.

Keine Frage, das Mädchen verstand schon, dass der Gast von vielen Schlangen im Garten zu Hause sprach. "But friendly snakes, not dangerous", ergänzte der sympathische Indonesier – freundliche Schlangen, keine gefährlichen.

Wohlgemerkt, dieser Dialog fand nicht im Unterricht statt, sondern ungezwungen beim gemeinsamen Essen. Die Studenten, aus China und erstmals aus Indien und Indonesien hatten zuvor mit den Schülern auch Potatoe Pie, also chinesische Kartoffelpuffer und French toast indischer Art (Toast mit Ei) gebrutzelt. Vom alltäglichen Leben in Indonesien hörten die Jungen und Mädchen quasi nebenbei, dass Tiger, Elefanten und Schlangen bei ihnen Alltag sind und dass es kaum ein Gericht ohne Reis gibt.

Als es nach drei Stunden Abschied nehmen hieß, weil es für die Studenten noch etwas für ihren Tag der offenen Tür an der FH (heute, ab 10 Uhr in Strenzfeld) vorzubereiten gab, tauschten die Mädchen schnell noch E-Mail-Adressen aus. Marten aus Alsleben und Hadi aus Indonesien posierten als best friends (beste Freunde) für Erinnerungsfotos. Eine herzliche Atmosphäre bestimmte den Klassenraum. Aber wie sagt man: Wenn‘s am Schönsten ist, sollte man aufhören. Bis zur nächsten E-Mail ist es garantiert nicht weit.

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