Staßfurt. Ganz stolz nahmen gestern Sven Herlt und Tim Bergemann zwei kleine Präsente der Stadt Staßfurt in Empfang. Baudezernent Wolfgang Kaufmann und seine Kollegin Susanne Lehnert bedankten sich damit im Auftrag des Oberbürgermeisters bei den Elf- und Zehnjährigen. Sie hatten kürzlich beim Spielen zwei alte Fahrräder im Wasser entdeckt, nicht lange gezögert und die Drahtesel aus dem Stadtsee gezogen, die Mitarbeiter des Stadtpflegebetriebs dann ins Fundbüro brachten (wir berichteten).

"Der Einsatz der Jungen muss gewürdigt werden", meinte Kaufmann. Schließlich sei der Stadtsee immer mal wieder ein Schwerpunkt für Vandalismus und Verunreinigungen. Solche positiven Aktionen wie von Sven und Tim würde sich die Stadt viel lieber wünschen. Dann würde das Geschaffene alles viel länger halten. "Aber in den See solltet ihr besser nicht so einfach steigen. Da liegen Scherben drin, an denen man sich verletzen kann", meinte Kaufmann. Dass da Bierflaschen sogar von Erwachsenen reingeworfen werden, finden Sven und Tim auch nicht so toll.

Sven, der die 5c der Sekundarschule Am Tierpark besucht und Tim – er geht in die LB-Schule in Nord – unterhielten sich mit dem Baudezernenten noch eine ganze Weile über den neugestalteten Stadtsee. "Cool" fände Sven noch, wenn dort ein Spielplatz gebaut werden könnte. Über den Stadtsee habe man zwar in der Schule noch nicht gesprochen, aber natürlich wisse er, dass das Wasser etwas mit dem Kalibergbau zu tun hat und mit den gefluteten Schächten.

Der Elfjährige zeigt sich überhaupt recht aufgeschlossen zum Stadtsee, den er sogar schonmal für Fahrten mit seinem Modellboot genutzt hat.

"Und wissen Sie schon, wie mal die neue Brücke aussehen wird?", wollte der Sekundarschüler aus berufenem Munde hören. "Na klar", antwortete Wolfgang Kaufmann, "Dafür gab es einen Wettbewerb, den eine Staßfurterin mit ihrem Entwurf gewonnen hat. Die Brücke wird aus Stahl und Kunststoff bestehen. Bei 2,50 Meter Breite kann sie von Fußgängern und Fahrradfahrern genutzt werden."