Staßfurt (fr). "Etwa 15 Umfragebögen zur Barrierefreiheit in Staßfurt haben wir ausgefüllt bekommen", zeigte sich die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Christine Fischmann ziemlich enttäuscht über die geringe Resonanz des Tages.

Das Straßenfest anlässlich des Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen hätten sich die Organisatoren und Mitgestalter gestern sicher anders vorgestellt. Von 10 bis 17 Uhr war das Programm mit Rollstuhlparcours, Trommlern, Plakatvorstellung und Umfrage zur Barrierefreiheit in Staßfurt geplant. Die Betreuer von gerademal zwei Ständen – von der Stadt und von der Staßfurter Urania – und ein Imbiss hatten es bei dem Regen länger ausgehalten als bis zur Mittagszeit. Auch die Besucher kamen auf Grund des miesen Wetters nicht so, wie erhofft.

Doch die Umfragezettel wolle sie noch in den Frauentreffs verteilen, kündigte Fischmann an. "100 Bögen wollen wir schon haben, um zu einem einigermaßen repräsentativen Ergebnis zu kommen, das es dann auszuwerten gilt." Bei der Umfrage will sie unter anderem wissen, welche öffentliche Einrichtungen von Behinderten genutzt werden können, welche nicht, ob es genügend Bänke gibt oder welche Wege die Mobilität Behinderter einschränken.

Die Plakate, die die verschiedenen Einrichtungen zum Thema "Was ist Inklusion?" gestaltet haben, sollen vor der morgigen Stadtratssitzungen nochmal Stadträte und Besucher für die Sorgen und Nöte Behinderter interessieren.