Staßfurt. Die Reparatur der durch den harten Winter in Mitleidenschaft gezogenen Straßen der Stadt Staßfurt wird nach Berechnungen der Stadtverwaltung rund 1,4 Millionen Euro verschlingen. Diese Summe habe man in den Haushaltsplanentwurf aufgenommen, teilte Oberbürgermeister René Zok (parteilos) in der jüngsten Sitzung des Bau- und Vergabeausschuss des Stadtrates mit. "Wir haben entschieden, dass wir hier nicht kleckern, sondern klotzen", fügte das Stadtoberhaupt hinzu.

In diesem Jahr können die Projekte jedoch nicht komplett umgesetzt werden. Deshalb hat der Fachdienst Stadtsanierung und Bauen eine Prioritätenliste erarbeitet, in der die wichtigsten Vorhaben aufgeführt wurden. Dabei handelt es sich um den grundhaften Ausbau der Grupestraße, der Zollstraße 1 bis 5, die Sanierung der Straße Am Anger in Förderstedt, Am Teich (Dorferneuerung) und Am Sportplatz in Neundorf sowie um die Mühlenstraße in Löderburg. Wie der zuständige Fachbereichsleiter Wolfgang Kaufmann informierte, könne man bei diesen Maßnahmen, die insgesamt 750 000 Euro kosten würden, mit dem Wasser- und Abwasserzweckverband "Bode-Wipper" zusammenarbeiten. Letzerer könne dort gleich neue Leitungen verlegen. "Dann haben wir für die nächsten zwanzig Jahre Ruhe", sagte Kaufmann.

Darüber hinaus habe man aber auch die Straßen im Auge, in den die Schäden zu einer Gefahr für die Verkehrssicherheit geworden seien. Da werde die Stadt dann mit Reparaturarbeiten aktiv werden.

Um die Badegäste und die anderen Besucher des Strandsolbades nicht zu verärgern, lässt die Stadt derzeit auch die Zufahrt, die Strandbadstraße, mit einer neuen Schwarzdecke versehen.

Hans-Jürgen Lärz (CDU) forderte den Einsatz der Kommune auch in der Üllnitzer Straße in Förderstedt. Dort sei der Zustand des Fußwegs nicht mehr hinnehmbar.

Das größte Vorhaben auf diesem Gebiet dürfte der Bau einer rund zwei Millionen Euro teuren Spannbetonbrücke werden, mit der das Land laut Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre (CDU) noch in diesem Jahr beginnen will die desolate Bodebrücke in der Steinstraße zu ersetzen. Während der Arbeiten müsse die Straße voll gesperrt werden, sagte Kaufmann. Darüber hinaus soll die DSF-Brücke in der Förderstedter Straße vom Land ertüchtigt werden, fügte der Ressortchef hinzu.

Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Klaus Stops (CDU) wünscht sich, dass er und die anderen Ausschussmitglieder von der Stadtverwaltung regelmäßig über die Abarbeitung der Prioritätenliste sowie über die Schwerpunkte im Straßenbau unterrichtet werden. "Wir sollten uns als Ausschuss sehr wohl mit den Straßen beschäftigen, denn sie haben eher eine etwas unterentwickelte Lobby in den Ausschüssen", so Stops.