Ein besonderes Konzert erlebten am Sonnabendnachmittag die Besucher der Hecklinger Basilika. Die Uralkosaken und der Männerchor Hecklingen sorgten für eine stimmgewaltige Unterhaltung.

Hecklingen. Kleiner Brief, große Wirkung. Vor knapp einem Jahr hatte dem Hecklinger Männerchor die Anfrage des Managements der Uralkosaken erreicht, ob im Rahmen ihrer Europatournee auch ein gemeinsames Konzert in Hecklingen denkbar wäre. Etwas anderes als eine Zusage kam für die Sänger nicht in Betracht.

Auch wenn der gemeinsame Auftritt mit den zwölfköpfigen Uralkosaken-Chor Andrej Scholuch seine Folgen hatte: Üben, üben, üben und noch stärker ins Zeug legen, als das sonst schon der Fall ist. Ein Jahr lang bereitete sich der Männerchor auf diesen Nachmittag vor.

Für die Hecklinger war es eine große Ehre, gemeinsam mit einem weltberühmten Chor zu singen.

Stolz machte sie obendrein der riesige Zuspruch zum Konzert in der Basilika von Hecklingen. Die Bänke unten und auf der Empore reichten für das Zuschauerinteresse nicht aus. Zusätzlich wurden Stühle aufgestellt, um allen Besuchern einen Sitzplatz anzubieten.

Der Hecklinger Männerchor unter der Leitung von Katrin Bornschein eröffnete das Konzert mit seinem so gefühl- wie kraftvollen Gesang, der von der Akustik des Gotteshauses wunderbar getragen wurde.

Mit sakralen Liedern und Volksweisen aus Russland und der Ukraine verzauberten die Uralkosaken unter der Leitung von Vladimir Kozlovskly das Publikum.

Der Chor Andrej Scholuch ist der größte und älteste Kosakenchor Europas. Der Chor war 1924 von Andrej Scholuch in Paris gegründet worden. Der vor zwei Jahren verstorbene, große Bassbariton Ivan Rebroff gehörte zu seinen prominentesten Mitgliedern.

Die Musik der Uralkosaken erinnert an das alte Russland. Der A-capella-Gesang fasziniert das Publikum nicht nur bei Klassikern wie "Kalinka" oder "Abendglocken". Für die Europatournee wurden temperamentvolle, aber auch melancholische Stücke aus dem alten Zarenreich einstudiert.

Ein Teilerlös der Konzerteinnahmen sollen in das Projekt "Lichtblick" der Barmherzigen Brüder Gremsdorf fließen und damit heimat- und elternlosen Kindern zugute kommen.

Bilder