Hecklingen. Das Adonisröschen zählt zu den geschützten Arten. Nicht überall findet das im Frühjahr leuchtend gelb blühende Gewächs optimale Standortbedingungen. In Hecklingen gedeiht die seltene Pflanze, die allerdings giftig ist, nicht nur im Weinbergsgrund, weil der Boden hier besonders kalkhaltig ist. Auch einem Hobbygärtner im Ort ist es gelungen, das Adonisröschen in seinen Garten einzugliedern.

In diesem Jahr erfreute sich Georg Zimmer erneut an den leuchtenden Blüten seiner Lieblingsblumen im April. Auch wenn die Zeit, in der sie sich in ihrer vollen Pracht entfalten, relativ kurz sei (Adonisröschen blühen nur rund 14 Tage), ändere das aber nichts an der Bedeutung, die die Pflanze für den Naturliebhaber habe. "Es ist ein Hecklinger Traditionsgewächs", meint Georg Zimmer. Umso mehr ist er daran interessiert, den Bestand auch in seinem Garten zu erhalten. Und deshalb hat der Hecklinger ein ganz besonders wachsames Auge auf seine gelben Raritäten geworfen. Das weiß auch seine Ehefrau. "Mein Mann hegt und pflegt seine Adonisröschen", erzählt sie und fügt hinzu, dass mittlerweile rund 50 Pflanzen im Garten wachsen.

Angefangen hat die Kultivierung vor rund 20 Jahren. Damals unternahm der Vater von Georg Zimmer erstmals den Versuch, das Adonisröschen daheim zu ziehen. Vom Feld habe er Samen mitgebracht.

"Mein Vater arbeitete bei der LPG", berichtet der Sohn davon, dass das Adonisröschen damals auf einem Acker neben dem Weinbergsgrund anzutreffen war. Und noch heute zählen die Streuobstwiesen am Weinbergsgrund zum Hauptrevier der zierlichen Blume mit den fedrigen Blättern. Aber auch im Garten von Georg Zimmer kommen immer wieder neue Exemplare dazu. "Wir ziehen die Samen der Blüten mit der Hand ab, werfen sie lose aus und da wachsen sie dann oder auch nicht", berichtet Frau Zimmer von der ungezwungenen Verfahrensweise.