Löderburg (jsg.). Zu ihrem Klassentreffen 55 Jahre nach Schulabschluss waren die Schüler der ehemaligen Klasse 1 d der Staßfurter Ludwig-Uhland-Schule aus allen Teilen Deutschland, so zum Beispiel aus Bayern, Niedersachsen, Bremen, Berlin und Thüringen, an den Löderburger See gekommen.

Viele wechselten damals nach der achten Klasse in Richtung Berufsleben, die Besten absolvierten die zu dieser Zeit erstmals mögliche "mittlere Reife" oder legten das Abitur am Dr.-Frank-Gymnasium ab.

Nach zwanzig Jahren, also 1975, fand das erste Klassentreffen statt. Die Organisatoren um Klaus Sandau hatten zuvor viele Klinken zu putzen, um aktuelle Adressen und Namen der nun verheirateten Mitschülerinnen zu ermitteln. "Besonders schwierig war es bei denen, die mittlerweile in den anderen Teil Deutschlands lebten", blickte Sandau zurück. So kamen 1985 bereits einige aus dem "Westen" hinzu.

Nach der Wende fand man sich im Jahr 2000 zusammen und fast alle, die noch lebten, reisten an. "Das gab natürlich ein großes Hallo, verbunden mit einigen Erkennungsschwierigkeiten", so der Hauptorganisator.

Der Anlass der Goldenen Konfirmation in der evangelischen St. Johannis-Kirche 2005 wurde mit einem weiteren Klassentreffen verbunden.

Aber trotz der regelmäßigen Treffen gab es auch jetzt wieder viel zu erzählen, wurden Erinnerungen ausgetauscht, Fotos aus der gemeinsamen Zeit, die sicher nicht leicht war, aber alle für das spätere Leben geprägt hat, betrachtet. An die, die durch Krankheit oder dringende Angelegenheiten nicht teilnehmen konnten, wurden Ansichtskarten mit allen Unterschriften verschickt. "Da die Natur ihren Tribut fordert, wollen wir uns künftig in kürzeren Zeitabständen treffen", fasste Sandau die Meinung aller zusammen.