Der strenge Winter erschwerte auch dem Wasser- und Abwasserzweckverband ( WAZV ) " Bode-Wipper " in Staßfurt die Umsetzung der geplanten Investitionen, besonders im Schmutzwasserbereich. Das wird jetzt nachgeholt.

Staßfurt. Für Investitionen in neue Verteilernetze und Pumpstationen im Abwasserbereich sollen in diesem Jahr laut Wirtschaftsplan des Verbandes 1, 8 Millionen Euro aufgewandt werden, sagte Geschäftsführer Dr. Joachim Rosenthal. Weitere 855 000 Euro sollen für neue Wasser-Verteilernetze eingesetzt werden.

" Aufgrund des Wintereinbruchs konnten die geplanten Maßnahmen in Atzendorf, Schackenthal und in der Calbeschen Straße in Staßfurt nicht abgeschlossen werden ", berichtete Rosenthal den Vertretern der Mitgliedsgemeinden in der jüngsten Verbandsversammlung. In Schackenthal und in Atzendorf seien die Hauptleitungen verlegt, fügte er hinzu.

In Neustaßfurt wurde vor wenigen Tagen der zweite Bauabschnitt in Angriff genommen. Dort kommt voraussichtlich bis zum 16. Mai im Abschnitt vom Ortseingang aus Richtung Staßfurt bis in Höhe des Stahlbaus ein neuer Schmutzwasserkanal in die Erde.

Für die in diesem Jahr geplante Kanalisierung der Bahnhofstraße und der Makrene in Förderstedt liege der Fördermittelbescheid des Landes bereits vor. Es gebe aber leider noch immer keine Entscheidung zum Straßenbau in diesem Abschnitt, bedauerte Dr. Rosenthal.

Seinen Worten zufolge kann der Verband aufgrund der vorliegenden Zusicherung des Umweltministeriums Sachsen-Anhalt in den nächsten fünf Jahren jährlich mit Fördermitteln in Höhe von 1, 1 Millionen Euro für Investitionsmaßnahmen rechnen. Das entspreche einer Förderquote von 60 Prozent. Bislang habe diese bei 38 Prozent gelegen.

Voraussetzung dafür war die vom Land geforderte Zustimmung aller Beteiligten zur Übernahme der Schmutz- und Niederschlagswasserentsorgung des Abwasserzweckverbandes
" Bodeniederung " durch den WAZV zum 1. Januar 2011.

Man habe sich in den entsprechenden Gremien darauf verständigt, dass der Löwenanteil der Fördermittel, nämlich 800 000 Euro auf das Gebiet des alten WAZV zum Einsatz kommen werde und die restlichen 300 000 Euro auf dem Territorium des aufzulösenden Abwasserzweckverbandes " Bodeniederung ". Letzterer weise mit 95 Prozent bereits einen höheren Erschließungsgrad auf als der WAZV, wo er bei 91 Prozent liege.

Auf die Investitionen im Trinkwasserbereich eingehend, teilte Dr. Rosenthal mit, dass die im vergangenen Jahr begonnenen Maßnahmen bis auf wenige Restarbeiten noch vor dem Wintereinbruch abgeschlossen werden konnten. Dabei wurden im vergangenen Jahr auch 125 gesundheitsgefährdende Bleianschlüsse und 35 Stahlanschlüsse erneuert. Das waren 56 Bleianschlüsse weniger als 2008.

Dr. Rosenthal : " Der Rückgang liegt darin begründet, dass 2009 vorrangig gemeinsam mit den Hauptleitungen auch die Bleianschlüsse gewechselt wurden. "

Die für dieses Jahr geplanten Investitionsmaßnahmen sollen mit dem Straßenbau ausgeschrieben werden, kündigte der Geschäftsführer an.

Weiterhin teilte er mit, dass die geplanten Photovoltaikanlagen auf dem Verwaltungsgebäude des Verbandes Am Schütz in Staßfurt-Nord und am Wasserturm in der Wasserstraße aufgrund zu starker Verschattungen beziehungsweise schwieriger Platzverhältnisse nicht realisiert werden können.