Seit 40 Jahren gibt es einen Kindergarten in Löderburg. Die Kindertagesstätte Zwergenland feiert dieses Jubiläum über das gesamte Jahr mit vielen Veranstaltungen. Die Mädchen und Jungen wollen sich selbst ein Geschenk machen. In der Außenanlage soll ein Trinkbrunnen aufgestellt werden.

Löderburg. Trinken, wann immer die Mädchen und Jungen beim Spielen dazu Lust haben. Das ist in der Kindertagesstätte Zwergenland in Löderburg in den Sommermonaten bald möglich. Denn auf dem Spielplatz wird ein Trinkbrunnen installiert. Warum Wasser wichtig ist für Mensch, Tier und Natur, das haben die Kleinen längst gelernt. Kita-Leiterin Beate Koch : " Der Mensch besteht aus Wasser, es ist wichtig für seinen Kreislauf, für sein Leben. " Die Kinder haben das verstanden und sollen ihren Durst jetzt nach Herzenslust stillen können.

Zunächst aus ganz praktischen Erwägungen – Vorbei sind die Zeiten, in denen die Betreuerinnen mit Tabletts laufen mussten, in denen Kinder ihr Spiel unterbrechen mussten, um in das Haus zum Trinken zu gehen. Dann aber auch aus gesundheitlichen Gründen – Trinkwasser als Alternative zu Tee oder zu Säften. Und nicht zuletzt übernehmen die Mädchen und Jungen an einem Brunnen, aus dem sie selbst schöpfen und verteilen können Verantwortung füreinander.

Der Wasserspender kostet Geld. Rund 2900 Euro sind veranschlagt. In Löderburg hat man sich deshalb richtig Gedanken gemacht. Das Elternkuratorium hat eine Kita in Magdeburg besucht und über Erfahrungen mit den Verantwortlichen dort gesprochen, sich über Gesundheits- und Hygienebestimmungen bei den Behörden informiert, Kostenvoranschläge gesammelt. Die Kinder haben Spenderbriefe verteilt, bitten um die Mithilfe von Unternehmen und Privaten ( Volksstimme berichtete ).

Daran haben sich jetzt auch die Mitglieder der Partei Die Linke im Stadtrat beteiligt. Klaus Magenheimer ( Fraktionsvorsitzender ), Ralf-Peter Schmidt, Siegfried Mahlfeld, Uwe Ammer und Klaus Maaß besuchten eine Zirkusvorführung der Kinder und überreichten in diesem Rahmen auch einen Scheck. " Wir haben den Wunsch der Kinder, Eltern und Erzieherinnen nach einem Trinkbrunnen verstanden und finden die Idee echt toll. Prima finden wir, dass es im Zwergenland dann auch noch gesünder zugeht ", sagte Ralf-Peter Schmidt. Mit 250 Euro unterstützen die Linken das Vorhaben.

Geld, das auch ihrem Solidarfond kommt. Klaus Magenheimer stellte klar, dass die Linken-Stadträte gern von ihrer Aufwandsentschädigung für Sozialprojekte etwas abgeben, auch wenn die Staßfurter Diäten nicht üppig sind. Und da der Trinkbrunnen noch nicht aufgestellt ist, hatten die Stadträte zur ersten Verkostung für jedes Kind eine Flasche Wasser mitgebracht.

Hauptakteure des Nachmittags blieben aber die Zirkuskinder, die für ihre Darbietungen reichlich Applaus ernteten.