Neundorf. Martha Altendorf aus Neundorf feierte gestern ihren 101. Geburtstag. Auf dem Postweg konnte sie die herzlichsten Glückwünsche von Bundespräsident Horst Köhler entgegennehmen.

Martha Altendorf wurde gemeinsam mit drei weiteren Geschwistern eines Landarbeiters in Klötze in der Altmark geboren. Jung ging es nach Berlin, wo sie ihren Arthur beim Tanzen in Friedrichsfelde kennen lernte.

Am 25. Januar 1936 heirateten beide. Leider blieb die Ehe kinderlos, so dass Martha in verschiedenen Haushalten in Stellung ging, in denen sie sich um die Kinder kümmern durfte. Ihren Wunsch, Kindergärtnerin zu werden, konnten die Eltern nicht finanzieren. 1945 wurde das Ehepaar in Berlin ausgebombt. Es zog daraufhin in Arthurs Elternhaus in Neundorf.

Hier arbeitete der Ehemann in der Gemeinde, war sogar Bürgermeister, war im Rat des Kreises und half, die MTS Warmsdorf und andere Maschinen-Traktoren-Stationen aus der Taufe zu heben. Vor 36 Jahren ließ er die heutige Jubilarin durch seinen frühen Tod allein.

Martha baute in Neundorf die Volkssolidarität mit auf, kassierte die Beiträge. Gänse, ein Schwein und Hühner sowie ein großer Garten wurden von ihr bewältigt. Heute ist es noch der kleine Hausgarten mit Tomaten und Spinat, den die rüstige Jubilarin betreut. Zwei Hühner sorgen dazu für frische Eier.

Neben dem Bundespräsidenten sprachen auch der Ministerpräsident, der Landrat und der Staßfurter Oberbürgermeister ihre herzlichsten Glückwünsche aus. Aber auch die Familie ihres Bruders zählt zu den Gratulanten. Sie kommen aus Rostock, Berlin, Klötze, der Altmark und aus Hamburg. Die Beliebtheit der Jubilarin wird auch durch die vielen Gratulationen aus Neundorf gekennzeichnet.

Auch die Volksstimme gratuliert Martha Altendorf auf diesem Wege herzlich.