Neundorf. Der Kreisverband Aschersleben-Staßfurt-Quedlinburg der Volkssolidarität will in der Hecklinger Straße 12 in Neundorf eine betreute Seniorenwohnanlage mit Sozialzentrum errichten. Das entsprechende Projekt stellten die Vorsitzende Ursula Haase und der Architekt Steffen Lauterbach in der jüngsten Ortschaftsratssitzung am Donnerstagabend im Neundorfer Rathaus vor.

" Geplant sind dort insgesamt sieben ebenerdige, barrierefreie und eingeschossige Wohneinheiten mit jeweils 60 Quadratmetern und ein soziales Zentrum mit Begegnungsstätte ", sagte Haase. Als Bauherr werde der Landesverband und als Betreiber der Kreisverband der Volkssolidarität fungieren. Ein Drittel der Kosten soll über einen Zuschuss des Deutschen Hilfswerk aus der ARD-Fernsehlotterie aufgebracht werden.

Der Sozialbereich soll ebenfalls über eine Größe von 60 Quadratmetern verfügen, so dass in diesen Räumlichkeiten dann auch Familienfeiern durchgeführt werden können, sagte Lauterbach.

Ein ähnliches Projekt habe die Volkssolidarität bereits in Wegeleben mit sechs barrierefreien Wohnungen geschaffen. Haase bot Mietinteressenten an, gemeinsam nach Wegeleben zu fahren, um sich vor Ort selbst ein Bild machen zu können, was sie später in Neundorf erwartet. Der Bedarf für einen solchen Wohnraum sei in Neundorf vorhanden.

" Wir sind zurzeit mitten in der Ausschreibung ", sagte der Architekt. Er sicherte zu, dass beim Bau, der im Frühsommer starten soll, Firmen der Region eingebunden werden.

Um Platz für den Neubau zu haben, müssen auf dem Gelände in der Hecklinger Straße alte Industriereste entfernt werden. Zugleich sollen Ausgleichs- und Ersatzpfl anzungen mit Bäumen beziehungsweise Sträuchern erfolgen, sagte Lauterbach.

" Das Ganze soll für Neundorf ein Schmuckstück werden ", sagte die Chefi n der Volkssolidarität, die jetzt in den entsprechenden Seniorenveranstaltungen die Werbetrommel für den neuen Wohnstandort rühren will. Letzterem soll es an nichts fehlen. " Möglich sein wird dort auch die Nutzung einer Hausnotrufanlage ", sagte Haase.

Den Wunsch von Ortschaftsrat Niko Zenker ( SPD ), der bei der Belegung der Wohnungen die Neundorfer bevorzugt wissen will, werde sie aufgreifen, versprach die Chefin der Volkssolidarität. Das hänge allerdings davon ab, ob es eine ausreichende Nachfrage aus dem Ortsteil gebe.

Neundorfs Ex-Bürgermeister Michael Stegmann dankte Ursula Haase, dass die Volkssolidarität dieses schon lange geplante Projekt nun in Angriff nimmt.

Dem schloss sich auch der amtierende Ortsbürgermeister Burghard Hennicke an. Auch er ist der Meinung, dass der neue Wohnkomplex etwas ganz besonders Schönes im Dorf werden wird.