Die Stadt Staßfurt war am Wochenende Gastgeber des 5. Bundestreffens der Regionalbewegung. Daran nahmen rund 150 Teilnehmer aus ganz Deutschland teil. Dazu sprach Volksstimme-Redakteur René Kiel mit dem Vorsitzenden des Vereins Tag der Regionen im Salzlandkreis, Burghard Nimmich, der diesen Kongress organisiert hatte.

Volksstimme : Was war das Anliegen dieses Treffens, das erstmals in den neuen Bundesländern stattfand ?

Burghard Nimmich : Das war der Erfahrungsaustausch zu den Themen, die uns in der Regionalbewegung am Herzen liegen. Das beginnt bei der Stärkung des regionalen Handwerks, regionalen Vermarktungsinitiativen für Direktvermarkter bis hin zu regionalen Kreisläufen, artgerechte Tierhaltung sowie zu Initiativen für Energie in Bürgerhände. Zum Thema Konsumlandschaft wurde eigens eine interessante Ausstellung gezeigt, die sich sehr gut für Schulen eignet. Interessenten können sich bei mir per der Telefon ( 0172 ) 3 47 58 09 melden.

Volksstimme : Was war das Beeindruckendste für Sie ?

Nimmich : Für mich war das Interessanteste das Forum am Sonntagvormittag, wo wir direkte Anregungen von Kommunalpolitikern, wie Landrat Ulrich Gerstner und Staßfurts Oberbürgermeister René Zok sowie vom Superintendenten des evangelischen Kirchenkreises Egeln, Michael Wegner, bekommen haben. Sie sind für die Zukunft und für die nächsten Tage der Regionen sehr wertvoll.

Dieses Jahr wollen wir im Salzlandkreis gleich zwei solcher Veranstaltungen durchführen. Die erste ist am 25. September in der Stadt Calbe geplant. Die zweite findet am 10. Oktober in Staßfurt statt. Volksstimme : Wie profitieren der Salzlandkreis, die Stadt Staßfurt und die Bürger vom Bundestreffen der Regionalbewegung ?

Nimmich : Staßfurt hat sich am Freitag, Sonnabend und Sonntag als hervorragender Gastgeber präsentiert. Die Teilnehmer waren besonders von der Schlemmertour zu verschiedenden Gaststätten, von der Freundlichkeit der Gastwirte sowie von der Qualität ihres Essens beeindruckt, für das Zutaten von regionalen Anbietern verwendet wurden. Vielleicht entsteht daraus eine engere Zusammenarbeit der Gastronomie und der lokalen Produzenten. Das würde ich mir jedenfalls wünschen.

Besonders danken möchte ich an dieser Stelle den Vorsitzenden des Bergmanns- und des Geschichtsvereins, Gerald Meyer und Heinz Czerwienski sowie dem Oberbürgermeister der Stadt Staßfurt für deren Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung des Bundestreffens.